Der Urgrund aller Verhängnisse in der Welt sind Mißtrauen und Zwang.

Mißtrauen zu sich selbst und gegenüber den Mitmenschen.
Der Argwohn gibt der Freiheit keine Chance, er bedingt den Zwang. Zwang aber verbiegt, korrumpiert den Menschen, er führt Unbedenklichkeit und Gewaltneigung herbei.

Die Lage, in der sich die Spezies Mensch befindet, ist gekennzeichnet durch drei ihr erstmals gegebene Fähigkeiten:
1.Der Mensch kann alles Leben auf seinem Heimatgestirn auslöschen. Er kann dies auf mehrere unterschiedliche Weisen vollziehen, nuklear, biologisch oder chemisch, rasch oder in Raten, auf einen Schlag oder allmählich.

Dies wäre unbedenklich, wenn erstens die Vernichtungsmacht in der Hand weniger, eng eingebundener Leute läge und wenn zweitens zwischen diesen Bevollmächtigten Übereinstimmung in allen wesentlichen Fragen herrschte. Doch weder das eine noch das andere ist der Fall. Die Zahl derer, die diese Fähigkeit besitzen, nimmt unkontrolliert ständig zu. Und von Gleichklang unter den solcherart Befähigten kann schon gar nicht die Rede sein.
2.Der Mensch kann seinen Lebensraum von außen betrachten. Er verfügt über Beobachtungs- und Meßgeräte, die alle Vorgänge auf seinem Planeten genauestens beleuchten und festhalten. Dazu besitzt er Rechengeräte, mit deren Hilfe er die Entwicklungen zu entwirren vermag.
Auf diese Weise erhält er Kenntnis über das Geschehen auf seinem Planeten. So bleiben ihm Veränderungen in deren Biosphäre nicht verborgen. Nie zuvor war der Mensch so gut orientiert über den Zustand seiner Zivilisation. Dessen Bedenklichkeit also ist nicht zu übersehen.
3.Der Mensch verfügt über technische Fähigkeiten, die schier kaum Grenzen kennen. Er kann in jeder Menge und über alle Entfernungen Informationen und Güter austauschen, ist zu Land, zu Wasser und in der Luft schnell beweglich, kann im Weltraum herumfliegen und neues Leben schaffen.
Die Techniker aber fragen nicht, was nutzt und frommt. Sie folgen nur ihrem Forschungs- und Erfindungsdrang. Die Menschheit ist einer Hybris ausgeliefert.

Der Mensch ist ein technischer Riese, aber ein gemeinnütziger Zwerg.

Seine gesellschaftliche Entwicklung hält mit seiner technischen nicht Schritt.
Macht verlangt Reife. Die aber wird schmerzlich vermißt.
Der Mensch bleibt einem Ordnungsmuster verhaftet, das nie über einen längeren Zeitraum gedeihliche Verhältnisse erbrachte.

Inzwischen jedoch hat die Einrichtung Staat ihre ideelle Substanz vollends verloren. Sie wird von ideologischen oder religiösen Zerwürfnissen zerrissen und von Bürgerkriegen heimgesucht.
Auch der äußere Krieg, der zwischen den Staaten, bleibt zu fürchten. Denn Ihre unterschiedliche Größe und ihre unterschiedlichen Entfaltungsmöglichen vermehren bei schwindenden Ressourcen ihre Streitgründe.
Unklar ist zur Zeit nur, was als erstes zusammenbricht, das politsche System oder Biosphäre der Erde.