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Wirtschaft


Globalisierung

Einen Weltmarkt hat es schon zu Zeiten der Römer gegeben. Und daß Europa einen Schnupfen kriegt, wenn anderswo, sei es in New York oder Kuala-Lumpur, einem Aktionär die Nase kribbelt, ist keine Erfahrung, die erst die Gegenwart macht.
Noch nie allerdings war so viel Geld vorhanden, das von einzelnen oder von Banken oder auch von Staaten willkürlich hin- und hergeschoben werden konnte. Daß dies möglich ist, ist wieder eine Folge der heute gegebenen Verhältnisse - und ein weiterer Grund, sie zu ändern (Kein Föderalist will oder wird den Reichen ihr Geld nehmen. Aber er wird verhindern, daß einige Bürger die Gemeinschaft allein in Deutschland um jährlich 200 Milliarden DM prellen [Süddeutsche Zeitung vom 2.9.1997] und damit jenes Unheil stiften.).
Freie Gemeinden haben es zu allen Zeiten verstanden, sich die für wirtschaftlichen Erfolg nötigen Voraussetzungen zu schaffen. Nicht umsonst wird der größte Wohlstand immer dort verzeichnet, wo Menschen in Freiheit wirtschaften können.

Heute versuchen Staaten ebenso wie Industriebetriebe durch Zusammenlegung oder Vereinigung (In Deutschland will man aus 16 Ländern 8 oder 10 machen), sich wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen. Die Erwartung indessen, daß aus zwei armen Ländern durch Zusammenlegung ein reiches wird, dürfte nicht viel aussichtsreicher sein als die, daß aus zwei dummen Gedanken ein kluger wird.
Das an Menschen und Ressourcen reiche Rußland siecht dahin, trotz enormer Hilfeleistungen von außen. Vielleicht hätten seine Teile, auf sich gestellt, mit Klein- statt Großwirtschaft, mit besseren Kontrollmöglichkeiten hinsichtlich Steuerflucht und Korruption, doch eine größere Chance.

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Großbetriebe

Die Beobachtung, daß die Unternehmen immer gewaltigere Ausmaße annehmen, sollte eher Besorgnis als Begeisterung wecken. Seit Jahrzehnten wird von verschiedenen Instituten untersucht, ob die an Fusionen gestellten Erwartungen sich jeweils erfüllen. Viele der Ergebnisse sind in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht worden. Sie zeigen übereinstimmend, daß die Erwartungen sich nicht erfüllen. Statt dessen erfüllen sich Beweggründe, die nie genannt werden, Steuern zu sparen etwa oder Arbeitsplätze abzubauen oder das wirtschaftliche Risiko den Staaten aufzuladen (die den großen Arbeitgeber nicht fallen lassen können).

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Arbeitslosigkeit

Es ist nicht zu erwarten, daß selbständige Gemeinden den Großbetrieben zu Leibe rücken. Aber sie werden ihren Vereinigungen nicht erlauben, sie in gleicher Weise zu stützen, wie es heute die Staaten tun.
Mit dem Föderalismus wäre infolgedessen zwangsläufig eine Dezentralisierung der Wirtschaft verbunden. Klein- und Mittelbetriebe aber sind es, die schon heute allein dafür sorgen, daß Arbeitsplätze neu entstehen. (Die Großbetriebe bauen fortgesetzt Arbeitsplätze ab. Und sie reagieren sehr schwerfällig auf Neuerungen, weil ihre mit hohem Aufwand errichteten Fertigungsstätten nicht in kurzen Abständen umzurüsten sind.)
Selbständige Gemeinden schaffen möglicherweise zusätzliche Arbeitsplätze. Viele werden ihren eigenen Bäcker, Schlachter und Schneider haben wollen. Viele werden auch die schulische Grundausbildung ihrer Kinder wieder in die eigene Hand nehmen (Schon seit langem weiß man, daß die Zwergschulen von ehedem gegenüber den Zentralschulen mit ihrem Massenbetrieb und der frühen Fahrschülereigenschaft auch ihre Vorteile hatten.).

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Finanzen

Den Gebietskörperschaften im vollendeten Föderalismus das Steuerrecht zu belassen (das dazu führt, daß den Erwerbstätigen mehr als 50% ihres Verdienstes über direkte und indirekte Steuern abgeknöpft und dennoch Schulden in ungeheurer Höhe angehäuft werden), ist nicht empfehlenswert. Statt dessen sollten die Gemeinden ihre Zusammenschlüsse über Beiträge zu den ihnen zugewiesenen Aufgaben befähigen und ihnen das Schuldenmachen verbieten. Für das Verfahren, alle Ebenen bis zum Weltbund über Beiträge mit den benötigten Mitteln auszustatten, gibt es Modelle, die auch eine Staffelung nach der Leistungsfähigkeit erlauben. Die Gemeinden, die allein Steuern erheben würden, würden bei diesem Verfahren ihre Mitglieder erheblich weniger zur Kasse bitten müssen, als dies heute der Fall ist.

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Währung

Eine Welteinheitswährung hätte viele Vorteile (Unterbindung der Währungsspekulation). Sie hätte aber auch schwerwiegende Nachteile (Nichtberücksichtigung von Leistungsunterschieden). Den freien Gemeinden und ihren Zusammenschlüssen bleibt überlassen, wozu sie sich entscheiden.

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Sozialleistungen

Die staatliche Fürsorge ist professionell, aber teuer, lückenhaft und lieblos.
Sozialhilfe erhält nachgewiesenermaßen nur etwa die Hälfte der Bedürftigen. Die Zahl der Obdachlosen steigt. Die Verarmung nimmt zu. Die Fürsorge von Amts wegen, insbesondere in Pflege- und Altenheimen, wird als kalt und unpersönlich empfunden und gerät dennoch in den Bereich der Unbezahlbarkeit.
Freie Gemeinden werden für ihre Hilfebedürftigen selbst sorgen wollen. Sie können gezielter und persönlicher helfen. Sie sorgen aber vor allem dafür, daß Hilfe nur erhält, wer sie benötigt und verdient - und dies ohne entwürdigende Verwaltungsverfahren.

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Fortschritt

Viele Menschen und Völker ziehen möglicherweise ihre hergebrachte Lebensform der Vermassung und Proletarisierung vor, wie sie die moderne Zivilisation mit sich bringt. Selbst im Westen wird deutlich, daß die Hochentwicklung auch Schattenseiten hat. Und niemand wagt sich vorzustellen, wie es in der Welt aussähe, wenn jeder Inder, Chinese und Afrikaner auch ein Auto führe und alle drei Jahre seinen Computer aussonderte. Die Frage stellt sich längst, ob die Wohlstandsbürger ihre Gewohnheiten (Autonutzung, Flugreisen) beibehalten können und ob das Gespräch im Gasthof gegenüber dem im Internet nicht auch seine Vorzüge hat.
Freie Gemeinden und Völker halten oft an überkommenen Auffassungen und Werten fest. Sie stemmen sich Veränderungen entgegen, lassen einen schnell voranschreitenden Fortschritt nicht zu. Möglicherweise aber ist eine gemäßigtere Gangart in der Entwicklung dem Menschen und seinem Umfeld auch bekömmlicher. Die alte Tugend des Maßhaltens ist vielleicht doch nicht so unzeitgemäß, wie die Befürworter des Wirtschaftswachstums unterstellen. Und wer der alten Weisheit folgt, die rät, einen Wert erst aufzugeben, wenn sich eindeutig erwiesen hat, daß ein besserer da ist, ihn zu ersetzen, wird oft den Makel der Rückständigkeit in den Vorzug der Fehlervermeidung verwandeln.
Die Selbständigkeit wird nicht allen Städten den Wohlstand von Hongkong und Singapur bescheren. (Es gibt auch Bürger, die das, was diese Städte vorleben, nicht für erstrebenswert halten.) Aber die Freiheit verhindert, daß die Städte zu unregierbaren Gebilden anwachsen und damit in Chancen- und Trostlosigkeit versinken.

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