Das Gedeihen der Wirtschaft ist abhängig von den Grundlagen, die in ihr wirken.

Der Markt besteht aus Angebot und Nachfrage

Umfang und Inhalt dieser Variablen bestimmt die Befindlichkeit seiner Nutzer. Einwirkung von oben oder außen ist völlig überflüssig. Der Mensch braucht etwas. Der Markt bietet es ihm an.

Viele Herrscher des Mittelalters, klug oder faul, überließen den Markt sich selbst. Sie verlangten lediglich von den Anbietern zehn Prozent des erzielten Preises als Staatsabgabe.

Seit Beginn der Neuzeit kommen die Staaten mit dem Zehnten nicht mehr aus. Vor allem die Demokratie, die dafür sorgen muß, daß es ihren Bürgern unentwegt besser geht, braucht mehr Geld in der Kasse. Außerdem paßt ihren Apologeten die freiheitliche Chose nicht. Die Sache gehört geregelt.

Seither bestimmen Regelung und Umverteilung das Geschehen.

John M. Keynes gilt als der Großmeister der Ökonomie. Ihm zufolge müsse man nur an den richtigen Schrauben drehen, dann liefe alles wie geschmiert.
Allein, die Realität läßt offenbar werden: Sobald man an einer Schraube dreht, läuft alles aus dem Ruder.

Diese Folge hat in der Neuzeit erstmals Ludwig von Mises aufgezeigt.
Er wies außerdem nach, daß jede Regelung weitere hervorruft. Tatsächlich ist die Reform der Reform Kennzeichen des gegenwärtigen politischen Geschehens. Der etatistische Markt leidet unter einer Regelüberschwemmung ohnegleichen.

Eine Unzahl an Regeln verschafft demjenigen einen Vorteil, der sich daraus eine für ihn nützliche herauspickt oder zwei gegensätzliche gegeneinander ausspielt.
Nie zuvor war die Diskrepanz zwischen Reichtum und Armut so ausgeprägt wie in den regelnden Demokratien von heute.

Die Repräsentanten der modernen Demokratie, abhängig von Wahl und Wiederwahl, müssen Wohltaten verabreichen. Das zwingt sie zu Subventionen. Der Sozialetat ist der größte im heutigen Staatshaushalt.
Er ist allerdings inzwischen durch Einnahmen nicht mehr zu decken. Deshalb verschulden sich die Staaten in einem Ausmaß, das alle früheren Vorstellungen sprengt. Obendrein müssen die Notenbanken fortgesetzt faul gewordenes Geld durch neues ersetzen.

Experten befürchten, daß die angehäuften Schuldenberge und die ins Unermeßliche gesteigerte Geldmenge demnächst zu einem Zusammenbruch des Finanzsystems führen werden. Angesagt ist spätestens 2022, mit Bürgerkrieg als Folge.

In Wahrheit verträgt der Markt keinen Eingriff von oben oder außen. Eine geregelte Wirtschaft taumelt von eine Krise in die nächste, bis sie am Ende zwangsläufig zusammenbricht.

Adam Smith, gescheiter Beobachter vergangenerr Geschehnisse, zog daraus den allein erfolgversprechenden Schluß. Der Markt verläuft nur dann segensreich, wenn er sich selbst überlassen bleibt.

Smith zufolge dürfe man den Eigennutz der Anbieter nicht bremsen. Denn er bewirke Initiative. Diese käme am Ende allen zugute.
Allerdings, um den Übermut der Hersteller und Händler nicht ausufern zu lassen, dürfe man
deren Eigenverantwortung nicht aufheben,
den freien Wettbewerb nicht unterbinden
und die im Umfeld wirksame Moral nicht durch Gesetze aushebeln.

Die viel geschmähte unsichtbare Hand verspricht sehr wahrscheinlich mehr Wohlfahrt als die beste Regelung.

Ob es in einer föderalistischen Gesellschaft noch Großunternehmen, Konzerne, geben wird, ist sehr die Frage.
Die meisten Mitglieder freier Gemeinden werden sich aus dem Umkreis mit allem, was sie benötigen, versorgen wollen. Das stärkt den Mittelstand.
Es werden mit Sicherheit nicht mehr so viel Güter um die Erde bewegt werden. Die industrielle Landwirtschaft kommt zum Erliegen, Kleinbauern, örtliche Bäckereien und Schlachtereien werden ihre Umgebung versorgen.

Die für die Biosphäre unerträgliche Gigantomanie wird das Zeitliche segnen.