Es geht nicht darum, ob wir Frieden wünschen. Es geht darum, daß wir ihn schaffen.

Friede ist ein Muß in einer Zeit, in der der Mensch über die absolute Tötungsmacht verfügt.

Krieg außerdem zwischen den Großmächten entwächst jeder Kontrolle. Ist er eröffnet, gehen nur mehr Automaten aufeinander los, kaum mehr zu stoppen.
Und sind die Kasematten und Arsenale entleert, dürfte das höhere Leben auf der Erde erheblich erschwert sein.

Die Notwendigkeit des Friedens bedingt, dauerhaft stringente Streitgründe aus der Welt zu schaffen.
Im bestehenden Staatensystem wäre dies allenfalls möglich, indem man alle Staaten gleich groß machte mit annähernd gleich großen Küsten- und Meeresanteilen sowie annähernd gleich vielen Überbleibseln an Bodenschätzen.

In vielen Staaten herrscht Bürgerkrieg.
Einige Finanzexperten erwarten Bürgerkrieg auch in den entwickelten Staaten, nachdem dort die Überschuldung und Geldvermehrung zum Zusammenbruch der Währung geführt hat.
Bürgerkrieg zu beenden, gibt es nur eine reale Möglichkeit: Bürger schließen sich zu Gemeinden zusammen und halten sich aus dem Kampfgeschehen heraus. Sie verlangen, schlicht in Ruhe gelassen zu werden. Gegen Angriffe verteidigen sie sich ausschließlich argumentativ, sozial.

Wenn das Schule gemacht hat, ist der Bürgerkrieg behoben.

Geißel der modernen Menschheit, Ursache aller Zerwürfnisse ist das Mißtrauen.

Da ist das Misstrauen zu sich selbst.
Jeder beklagt lauthals, was da schiefläuft. Aber „do it yourself“, Eigenverantwortlichkeit scheut der moderne Mensch. Sie bereitet ihm Angst. Allzu sehr ist er an die Bevormundung und Betreuung gewöhnt.
Doch ohne den Mut jedes Einzelnen zur Selbstbestimmung gibt es keine Zukunft.

Da ist das Misstrauen gegen alle anderen.

H.L.Menken: „Ich glaube nur an eines: Freiheit. Doch ich glaube nicht genug an sie, um zu wünschen, daß sie alle Menschen erhielten.“
Die Weisheit der Wissenden erhebt zur unbestreitbaren Erkenntnis: Der Mensch ist unfähig, sich an die Kandare zu nehmen und für sich selbst zu sorgen. Er ist, auf sich selbst gestellt, ein hilf- und heilloses Scheusal.

Derart indoktriniert vermeint jeder selbst, daß der Nachbar, der Mitmensch, nicht gutgesinnt und wohlwollend veranlagt sei wie jeder selbst, sondern ein bösartiges, selbstverliebtes Ungeheuer. Es gehöre an die Kette gelegt
.
Staat bezieht aus dieser Sicht seine Existenzberechtigung.

Der verbreitete Argwohn bringt obendrein die Freiheit in Verruf. Das Mißtrauen stellt sie erstens als wenig aufbauend dar, als anstrengend und nicht immer zum gewünschten Erfolg führend. Zweitens ende sie im Chaos, wenn sie nicht vorsorglich von oben eingeschränkt würde.

Mißtrauen also bedingt den Zwang.

Zwang aber, einmal erhoben, kennt kein Ende. Über alle modernen Demokratien ergießt sich eine Regelüberschwemmung, die alle Dämme bricht.
Zwang überdies verbiegt, korrumpiert den Menschen, er führt zu Unbedenklichkeit und Gewaltneigung.

Will der Mensch überleben, muß er zum Glauben an sich selbst zurückfinden, alles Knechtische ablegen.

Immanuel Kant:
"Hab den Mut, dir die Freiheit zu nehmen. Aber gib sie zugleich allen anderen."

Freiheit führt zu selbständigen Gemeinden.
Damit ist der große Krieg schon mal ausgeschlossen.

Zwischen den selbständigen Gemeinden kann es durchaus auch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen. Sie werden aber wohl mit Fäusten und Knüppeln ausgetragen werden müssen.

Die Vernichtung einer Gemeinde durch eine oder mehrere andere ist nicht zu befürchten. Jeder wüßte, daß, wenn er das im Sinn hätte, auch seine eigene Sicherheit keinen Pfifferling mehr wert wäre. Ein solches Vorhaben ließe das ganze System zusammenbrechen. Das aber würde mit Sicherheit niemand auf sich nehmen wollen.

Freie Menschen verabscheuen Gewalt. Die beiden Bundesbriefe der Eidgenossen geben dafür ein eindrucksvolles Beispiel.