Ihr Programm schreibt jede Föderalistische Partei selbst.

Hier einige Gedanken, die für programmatische Überlegungen von Bedeutung sind:

Der Mensch braucht Ordnung.

Daran gibt es nichts zu rütteln.

Die Frage indessen ist, ob es einer weisen Obrigkeit bedarf, sie zu konstituieren.
Oder ob freie Menschen in der Lage sind, allen gegensätzlichen Denkansätzen zum Trotz, sich selbst eine gedeihliche Ordnung zu geben.

Tatsächlich lebten freie Menschen nie ohne Ordnung. Und die, die sie sich gaben, zeigte stets hohe Stabilität. Sie war nur von außen zu zerstören, durch Herrscher, die ihre Nebenmenschen zu ihren Knechten haben machen können.

Freiheit gehört dem Einzelnen. Aber der Mensch ist kein Einzelgänger. Er kann sich die Freiheit nur in einer selbstgewählten, selbständigen Gemeinschaft erhalten. Und nur in dieser erhält er seine Grundbedürfnisse befriedigt, vor allem Sicherheit und Geborgenheit.

Freiheit daher führt "automatisch" zur Föderalisierung, zur freiwilligen Vereinigung des einzelnen mit anderen, vom Freundschaftsbund zum Weltbund.

Viele Freiheitsdenker, Libertäre, Anarchokapitalisten, lehnen jede Einbindung in eine Gemeinschaft ab.
In der Realität jedoch werden nur wenige die Isolation durchhalten.
Außerdem werden, ist Freiheit gegeben, unvermeidlich autonome Gemeinden entstehen, die sich schlicht nicht zerschlagen lassen.

Regeln sodann sind nötig.
Wiederum gilt als unbestritten, daß nur eine hierarchische Struktur in der Lage sei, die richtigen und wirksamen Gesetze zu installieren.

Freie Menschen dem gegenüber haben sich stets selbst die nötigen Regeln gesetzt.
Im Staat wird ein Mangel an Rechtsgehorsam beklagt.
Selbst gesetzte Regeln dagegen werden überwiegend auch eingehalten, weil sie erstens der eigenen Intention entsprechen und zweitens ihre Übertretung den Vertrauensverlust der Nachbarn zur Folge hat.

Freiheit verträgt keine Einschränkung von oben oder außen.
Denn sollte eine Regel ihr nicht schaden, warum sollte dies eine zweite tun?
Die "Freiheit" in der Demokratie leidet unter einer Regelüberschwemmung ohne gleichen.

Gegenüber jeder Form der Fremdbestimmung erweist sich die Selbstbestimmung als überlegen.

Nur sie erbringt dauerhaften Frieden. Selbständige Gemeinden tragen vielleicht Scharmützel untereinander aus, aber keinen Vernichtungskrieg. Denn den würde auch der Angreifer nicht überleben.

Und sie erbringt den Schutz der Umwelt. Sie stellt jeden in die Verantwortung für sich selbst und das Geschehen um sich herum. Es dürfte kaum eine kleine Gemeinschaft geben, die ihr Umfeld verkommen ließe. Sollte dies wirklich eine Gemeinde vollziehen, würde das Gesamtgeschehen diese Ausnahme sicher verkraften können.

Gefordert wird ein Bewußtseinswandel. Tatsächlich kann nur das bewußte Eintreten jedes einzelnen für die notwendigen Belange die Menschheit vor ihrem Untergang bewahren.


Der Mainstream setzt gleichwohl auf Gängelung und Betreuung. Tatsächlich scheinen viele Menschen die Obhut und Fürsorge gegenüber der Freiheit zu bevorzugen. Sie schätzen die Bequemlichkeit.

Aber sie kommen nicht umhin, die mit der Knechtschaft verbundene Ungerechtigkeit, Unehrenhaftigkeit, Korruption und Kriminalität zu beklagen.

Darüber hinaus setzt das gegenwärtig wirkende System die Existenz der Menschheit aufs Spiel. Es schädigt die Biosphäre der Erde nachhaltig. Und es verschärft die Streitgründe unter den Inhabern der Macht. Bei der denen gegebenen absoluten Tötungsmacht ist das aufs Äußerste bedrohlich.

Der Sachverhalt der Gegenwart wirft folgende Fragen auf:

Macht es Sinn, worauf der Mainstream setzt, unter Beibehalt des Systems gegen die einzelnen schlimmen Erscheinungen vorzugehen? Verzeichnen die anerkennenswerten Initiativen, die sich gegenwärtig um Besserung bemühen, nennenswerten Erfolg?

Die Realität zeigt, was die Erfahrung erwarten läßt, daß die Bemühung, die Symptome einer verderblichen Gegebenheit kurieren zu wollen, vergeblich ist. Der Kampf gegen die Auswüchse eines desolaten Systems gleicht dem Kampf gegen Windmühlenflügel.
Man kann schlechterdings einem Wahn sein Wüten nicht austreiben, ohne ihm an die Wurzel zu gehen.
Was aber ist die Wurzel allen Übels? Wer oder was bringt die Menschen dazu, derart massiv zu töten, zu zerstören und zu verwüsten?


Krieg bringt Tod und Verderben. Doch wächst sich hier der Wille oder der Haß verfeindeter Völker aus?

Der Wille zur Gewaltanwendung muß stets von außen oder oben geweckt werden, zumeist durch Fehlinformation. Und wo Haß tatsächlich vorliegt, ist er von oben geschürt.

In Wahrheit demnach sucht hier stets die vorhandene Obrigkeit ihren Vorteil.

Wenn dagegen Menschen von sich aus zur Waffe greifen, ist stets vorhandene Ungerechtigkeit oder verbreitete Not der Grund. Diese Mißhelligkeiten aber haben sie selbst selten verursacht.

Krieg und Bürgerkrieg setzt die Eigenheit des Systems Staat in die Welt.

Bisher waren die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Staaten geopolitisch erträglich. Tod und Zerstörung waren überwindlich. Die Digitalisierung jedoch läßt nun nur mehr Automaten auf einander losgehen, kaum zu stoppen. Und in den Katakomben lauert die absolute Tötungsmacht in Gestalt von A-, B, C und H-Waffen
.
Das ist vor dem Hntergrund schrumpfender Ressourcen zu sehen. Für Streitgründe gibt es vermehrt Anlaß.


Wer oder was zum anderen verführt die Menschen dazu, ihren Lebensraum in dem zu beklagenden Ausmaß zu schädiigen?

Mangelnde Bewußtheit ist sicher ein Grund. Viele Menschen stellen die Bedrohlichkeit der Umweltbeeinträchtigung in Abrede oder bagatellisieren sie.

Dies liegt nicht zuletzt auch daran, daß die Politik und ein Teil der Wissenschaft falsch informiert und bewußt beschwichtigt.

Die Einrichtung Staat, insbesondere die Demokratie, ist vom Wachstum abhängig. Ihre Regierungen müssen, wollen sie am Ruder bleiben, ihren Mitbürgern unentwegt gute, möglichst bessere Lebensbedingungen verschaffen. Sie können ihnen Verzicht nicht zumuten.

Dem Staat daher ist praktisch nicht möglich, der Umwelt den nötigen Schutz zu gewähren
.
Die Institution Staat ist darüber hinaus ideell fragwürig.

Sie würdigt ihre Bürger herab. Sie hält sich für unersetzlich, weil ihre Bürger, auf sich gestellt, sich als hilf- und heillose Scheusale erwiesen.
Zwang, von einer weisen Obrigkeit ausgeübt, sei daher unerläßlich.

Zudem heißt es: Wo der Staat nicht hütet, wütet das grausame Recht des Stärkeren.

Die Realität jedoch dreht diesen Satz um: Im Staat hat das gierige Geld das Sagen. Die Demokratie ist zur Oligarchie verkommen. Nirgends gibt es mehr brutale Ausbeuter als in ihr.

Überdies leitet der Staat seine Existenzberechtigung von der Auffassung her, daß nur er seinen Bürgern verbreitetes Wohlergehen vermitteln könne. Der Mensch sei unfähig, für sich selbst zu sorgen.

Die Herabwürdigung seines Bürgers aber bringt das System Staat ideell in Verdruß. Der seiner Ehre Beraubte kann sich schlicht schlecht ehrenwert verhalten. Nirgends gibt es mehr Unzufriedenheit und Bedenkenlosigkeit, mehr Angriffswut und Gier als in den hochgelobten Demokratien.

Zwischen Freiheit und Zwang gilt derKompromiß als der Weisheit letzter Schluß. So viel Freiheit als möglich, nur so viel Zwang als nötig.


Das Halbe statt des Ganzen jedoch, das ruft ständig die Notwendigkeit der Veränderung hervor. Dabei verliert stets die Freiheit, es gewinnt der Zwang. Von ihr ist daher in der Realität kaum mehr etwas übrig.

Inkonsequenz verdinglicht ein Vorläufiges. Sie bedingt die Reform der Reform. Gegenwärtig braut sich eine Monsterwelle aus platzenden Provisorien zusammen.

Könnte daher die Zukunft Konsequenz einfordern? Wird sie ohne die Verwirklichung des Ganzen nicht zu haben sein?

Konsequenz, sagt Ralph Waldo Emerson, ist die Tugend der Kleingeistigen. Dieser Eingebung zollen die meisten seiner Mitberühmten Beifall. Sie bedeutet jedoch, daß die Tugend der großen Geister Folgerichtigkeit für verzichtbar hielte.

Kann etwa nur der kleine Geist dem Notwendigen Gefolgschaft leisten?

Was verheißt Zukunft, die Weisheit der Wissenden, der zufolge der Mensch nur im Hort zu halten ist? Oder vielleicht die Einfalt der alten Eidgenossen?

Tut Freiheit not, vielleicht die ganze?

Ihr mutigen Begründer föderalistischer Parteien in den Gemeinden und Regionen, Ihr werdet diese Fragen für Euch beantworten müssen. Wir von oben können, wollen und dürfen Euch nur Anregungen geben.

Viel Rüstzeug vermittelt Euch seit neuestem das E-Book von Frank Föder "Fremd- oder Selbstbestimmung?"