Nach Wikipedia wird "unter Föderalismus (von lat. foedus, foedera "Bund", "Bündnis", "Vertrag") heute vorwiegend ein Organisationsprinzip verstanden, bei dem die einzelnen Glieder (Gliedstaaten) über eine begrenzte Eigenständigkeit und Staatlichkeit verfügen, aber zu einer übergreifenden Gesamtheit (Gesamtstaat) zusammengeschlossen sind. Oftmals wird der Begriff undifferenziert benutzt und sowohl auf Föderationen im engeren Sinne als auch auf Konföderationen angewandt."

Demnach ist der Föderalismus die Verwirklichung des Bundesstaatprinzips. Ein Staat oder Bund billigt seinen Mitgliedern oder Unterteilungen (Ländern) gewisse Eigenständigkeitsrechte zu.

Hier wird der Föderalismus in einer wesentlich stringenteren (urtümlicheren?) Fassung verstanden.

Danach ist er die vollständige Verwirklichung der Freiheit. Der Mensch ist frei. Er kann sich binden oder dies lassen. Bindet er sich, beruht dies auf Freiwilligkeit. Daß heißt, er kann die Bindung jederzeit beenden.

Konkret erbringt der Föderalismus autonome Gemeinden. Diese besitzen uneingeschränkte Rechts- und Gebietshoheit. Niemand schreibt ihnen irgendetwas vor. Sie können mit Nachbargemeinden Bündnisse eingehen oder davon absehen. Bei den Vereinbarungen, die sie treffen, ist ihnen angeraten, das Subsidiaritätsprinzip zu beachten, also nur Aufgaben an die Gemeinschaft abzugeben, die sie selbst nicht wahrnehmen können.

Erfahrungen mit selbständigen Gemeinden lassen darauf schließen, daß es dennoch über Föderationen unterschiedlicher Art zu einem Weltbund kommt. Denn gegenwärtig gibt es viele Begebenheiten, die eine umfassende Lösung verlangen.

Die Bewältigung der Menschheitsprobleme auf diese Weise haben schon Adam Smith und Immanuel Kant vorgeschlagen.
Nach Constantin Frantz ist "der Föderalismus das Prinzip der Vergesellschaftung schlechthin, von den kleinsten Gruppen zur größten fortschreitend. Vom Ehe- und Freundschaftsbund zum Völkerbund. Der Föderalismus ist die 'Synthese der Synthese', er ist das Prinzip der gewaltlosen Ausdehnung."

Und nach Emil Brunner ist "der Föderalismus der gerechte Aufbau der Ordnungen, nämlich der Aufbau von unten. Das ist die Schöpfungsordnung".