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Terror und Staat.


„Abgrundtiefer Haß“. So überschrieb ein Journalist seinen Leitartikel über die Terrorgruppe aus dem Sauerland, der zur Zeit der Prozeß gemacht wird. Und er schloß mit der Feststellung: „So wird gezielt Abspaltung betrieben, entstehen Gettos, wird einer Balkanisierung der Gesellschaft der Weg geebnet. Dies muss unbedingt verhindert werden, selbst auf die Gefahr hin, dass der 'abgrundtiefe Hass' noch größer wird.“

Dazu ist festzustellen, daß auf dem Balkan die herrschenden Fürsten deutsche Einwanderer über Jahrhunderte hinweg ihr Eigenleben führen ließen. Niemand verlangte, daß sie sich „integrierten“, weder in Bessarabien, noch in Siebenbürgen, noch im Banat. Sie durften Land besitzen, ihre Sprache sprechen, sich nach eigenem Recht selbst verwalten, eigene Schulen unterhalten - bis die nationalistische Neuzeit der Idylle ein Ende setzte
Heiko Flottau beschrieb 1995 in der SZ die Verhältnisse im alten Czernowitz, „wo Rumänen, Deutsche, Ungarn, Polen und Juden Nachbarn waren und wo man in der einen Straße das Jiddische und um die Ecke das Russische hörte“. Die Stadt bestand aus lauter Gettos – und niemanden störte es.
Des Balkans viel geschmähte Unruhe übrigens wurde nicht von den auf ihm lebenden Völkern verschuldet, sondern von den ihn umgebenden Großmächten, der Türkei, Rußland und Österreich, die auf ihm ihr begehrliches Spiel trieben.
In Jerusalem ließ die arabische Mehrheit jüdische und christliche Gemeinden zwei Jahrtausende lang ungeschoren. Und obgleich die Kreuzritter im heiligen Land das Christentum nicht gerade beliebt gemacht hatten, überdauerten in islamischem Umfeld christliche Gemeinden (Maroniten, Kopten) bis heute.
Die Deutschen, die nach Amerika auswanderten, haben dankbar wahrgenommen, daß sie in geschlossener Siedlung ihr Deutschtum pflegen durften – in einigen Gegenden bis zum heutigen Tag.
Und unsere Landsleute, die sich jetzt in der Türkei und in Spanien niederlassen, würden kaum verstehen, wenn von ihnen verlangt würde, sich zu integrieren. Sie erwarten statt dessen, daß sie ihre Wünsche auf Deutsch erfüllt bekommen und die Bäcker für sie deutsche Brötchen backen.
Niemand verlangt, daß die Berliner türkisch lernen. Doch darum geht es. Weder die eine noch die andere Seite sollte Forderungen erheben. Jeder Druck, jeder Zwang erzeugt Unbehagen, Bitternis, dann Gegenwehr, am Ende Haß.
Nicht jedem Menschen ist gegeben, seine nationale Identität abzustreifen wie ein altes Hemd. Würde dieses Unvermögen respektiert, blieben viele hochbeklagte Ereignisse ungeschehen.
Die Parteien fordern einhellig, die Zugewanderten müßten Deutsch lernen. Könnte es nicht sein, daß sie auf diese Idee selbst kämen (wenn sie ihre beruflichen Chancen verbessern wollten)? Die Neubürger werden angehalten, sich Wissen über ihr Gastland anzueignen. Wäre es so außergewöhnlich, wenn dieser Zwang eher Abneigung hervorriefe?
Wer heute San Franzisko besucht, wird feststellen, daß das Flair dieser Stadt durch Chinatown erheblich angehoben wird. Könnte es nicht sein, daß ein türkisches Kreuzberg mit hoher Eigenständigkeit den Zauber von Berlin erhöhte?
Übrigens, wo Neubürger sich in geschlossener Siedlung etablieren, entfällt für die Altbürger das Argument (und das Gefühl) der Überfremdung. Und überdies, wenn überall auf der Welt die Selbständigkeit zum Zug käme, entfiele für die Menschen die Notwendigkeit oder der Wunsch, ihrer Heimat zu entfliehen.
Aber offensichtlich hat Lessing die Weisheit des Nathan umsonst beschworen.
Statt Freiheit und Leben lassen, bevorzugen wir den Zwang. Entwurzelung, Haß, Kriminalität, Terror? Dagegen haben wir den Staat. Daß dieser dazu unsere Grundrechte beschneiden muß (ohne unsere Sicherheit wesentlich zu erhöhen), ist kollateral hinzunehmen..

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