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Wider Ignoranz und Selbstbetrug


Unseren Vorschlag, den der vollständigen Freiheit, halten viele für richtig, wichtig und nötig. Noch indessen steht einer Mehrheit die Opportunität im Weg.

In der Einrichtung Staat die Verursacherin all unserer Verhängnisse sehen zu sollen, widerstrebt noch vielen. Zu tief ist der Irrglaube verwurzelt, der vom Staat die Schaffung und Bewahrung von Recht und Ordnung erhofft. Dabei ist nicht mehr zu übersehen, daß diese Erwartung vom Staat immer weniger erfüllt wird. Der unsrige verschafft uns zwar reichlich Recht, an die Tausend Gesetze. Dennoch werden wir fortgesetzt betrogen, zumeist ungesühnt. Und von Sicherheit vor Verletzung und Verlust kann nicht die Rede sein. Die Straßen füllen sich immer häufiger und immer mehr mit Protestierenden. In vielen Staaten herrscht blankes Chaos.
Aus der vollständigen Freiheit dagegen ist noch nie auch nur vorübergehend Wirrsal erwachsen – sofern der Staatsgedanke ausblieb. Statt dessen sind aus ihr die beständigsten und gedeihlichsten Ordnungen hervorgegangen.
Die wikingischen Haudegen, nachdem sie auf Island gelandet und aller Herrschaft ledig waren, schmiedeten ihre Schwerter zu Pflugscharen um. Dreihundert Jahre lang trotzten die dithmarscher Bauern unter ihren 48 „Regenten“ allen Unterjochungsgelüsten der dänischen Könige und holsteiner Herzöge. Ein halbes Jahrtausend vermochten die Eidgenossen ihrem Schwur treu zu bleiben (bis Napoleon ihnen eine staatliche Ordnung aufzwang). Ihre Jungmannen, wenn sie Kriegsluft schnuppern wollten, mußten sich beim Papst verdingen.
In der Paulskirche vor 160 Jahren manifestierte sich der Staatsglaube. Gut zwanzig Jahre später hatten wir das Reich. Dessen Folge waren zwei verheerende Kriege und die Vertreibung der Deutschen aus allen Ostgebieten.
Die Kleinstaaterei vorher hatte ihre Übel – wie jede Staatlichkeit. Doch Kriege kannte sie nicht, jedenfalls keine zwischen den Kleinstaaten. Die vermeintlichen Großmächte aber (Preußen und Österreich) schlugen sich währenddessen fortgesetzt.
Demokratie sollte den Frieden bringen. Doch die Musterdemokratie, die USA, befindet sich seit hundert Jahren fast fortgesetzt im Krieg, durchaus nicht immer erzwungenermaßen. Und deutsche Soldaten verlieren ihr Leben oder ihre Gesundheit am Hindukusch – in einem Krieg, in dem sie nichts zu suchen haben und den sie nicht gewinnen können, der lediglich schlimme Auswirkungen erbringt (erhöhte Gefahr von Terroranschlägen und, als Folge der Bemühung, solche Anschläge zu vereiteln, Freiheitseinschränkungen für jedermann).
Über dem Bestreben, ihre Staatsform zu verbreiten, verlieren die Demokratien ihre eigene.
Die wahre Anforderung im übrigen steht den Demokratien des Nordens noch bevor. Sie werden sich dem Ansturm der hungernden Massen aus dem Süden erwehren müssen.
Besonders verhängnisvoll ist die enge Verflechtung von Staat und Wirtschaft. Denn es ist nicht nur so, daß die Wirtschaft den Staat nicht benötigte, sie erleidet Schaden durch ihn.
Ein freier Mark hat seine eigenen Gesetzte. Sie bedürfen keiner schriftlichen Festlegung. Alle Versuche in den vergangenen Jahrtausenden, die Regeln des ehrbaren Kaufmanns in Paragraphen zu gießen, haben lediglich den Betrug gefördert und den Einfallsreichtum der Verkäufer in bedenkliche Bahnen gelenkt. Selbst die Handelswege und die Sicherheit auf ihnen stellen die Produzenten und Händler wirkungsvoller selbst her (Lombardische und flämische Städte, Venedig, Hanse).
Der freie Mark bestraft Fehlverhalten und Fehlkalkulation von sich aus. Er läßt, wer sich dessen schuldig macht, Verluste erleiden oder auf der Strecke bleiben.
Krisen aber, Wirtschaftszusammenbrüche kennt er nicht. Sie wären nur denkbar, wenn für eine zur Neige gehende Ressource oder einen schwindenden Bedarf nicht rechtzeitig ein geeigneter Ersatz entwickelt worden ist. Das aber dürfte auf einem wirklich freien Markt kaum passieren.
Läge alle hoheitliche Macht bei den Gemeinden, wäre auch der Ausbeutung durch Unternehmer ein Riegel vorgeschoben. Wo die Stützung durch die Staaten entfällt, müssen sich Großgrundbesitzer und Manager mit den nunmehr politisch Mächtigen, ihren Arbeitern und Angestellten, arrangieren.
Das ungedeckte Staatsgeld hat besonders schlimme Auswirkungen. Gold-Dollar und Gold-Mark verloren über Jahrhunderte hinweg nichts von ihren Wert. Doch seit die Staaten in beliebiger Menge Münzen und Scheine drucken dürfen, muß der Bürger mit der fortlaufenden Inflation leben. Und in immer kürzeren Abständen verliert er seine Ersparnisse.
Die stattfindende Wirtschaftskrise ist allein der Tatsache zuzuschreiben, daß die Staaten sich verschuldet haben. Das treibt die Steuern und die Geldentwertung in die Höhe, was wiederum die Kaufkraft der Bürger mindert. Und was die Staaten jetzt dagegen unternehmen, setzt auf einen Schelm anderthalbe.
Aus der Unterhöhlung des Marktes und des Geldes kann eine Erholung der Wirtschaft nicht erwachsen. Wer heute den Staaten einen Kredit gibt, kann zusehen, wie sein Geld verschwindet. Der Bankrott der Staaten ist unvermeidlich.
Der Sozialstaat ist alles andere als eine sozial verträgliche Erfindung. Er entwürdigt und enthemmt seine Bürger, ohne dem sozialen Frieden förderlich zu sein. Durch von oben erzwungene Umverteilung läßt sich, wie unübersehbar ist, Gerechtigkeit nicht herstellen. So wird in ihm die Kluft zwischen Arm und Reich immer breiter. Und mittlerweile gehen nicht nur die Arbeiter und Bauern auf die Straße, sondern auch die Ärzte.
Daß sich die Dinge so verhalten, wie sie hier in Stichworten dargelegt sind, ist im Grunde unbestreitbar. Doch ein bißchen Verdrängung, ein bißchen Selbsttäuschung macht die Sache auch Fachleuten erträglicher. Letzten Endes aber führt die Inkonsequenz dazu, daß dann, wenn der Fortgang der Entwicklung nach Gegenmaßnahmen schreit, es für deren Erfolg zu spät ist.
Die mühsam erkämpfte Pressefreiheit, nie war sie nötiger, nie blieb sie mehr schuldig. Als könnten wir es uns heute leisten, eine Lösung des Problems der Menschheit (Inneren und äußeren Frieden als Voraussetzung für die Bewältigung der Zukunft) undiskutiert zu lassen. Wenn es sich dann noch um eine stimmige, vielfach erprobte handelt (kein Kunstprodukt der soziologischen Alchemie, auch kein kleingläubiges Sammelsurium politischer Pretiosen) verstößt das gegen alle Vernunft und Verantwortung.
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