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Erfurt, Emsdetten, Winnenden.


Schärfere Waffengesetze, Verbot von Gewaltvideos, Kontrolle der Einhaltung der Verbote, mehr Schulpsychologen, professionelle Befrieder auf den Pausenhöfen, polizeiliche Eingangskontrollen am Schultor.

Der Staat wird tätig. Doch könnte es sein, daß das, was er unternimmt, die Gewaltbereitschaft eher anheizt?
Es gibt kluge Leute, die behaupten, daß die nüchternen, kalten Lebensumstände der Gegenwart krank machen. Andere stellen in Frage, ob der Staat der bessere Erzieher ist als Vater und Mutter.
Vater und Mutter versagen. Doch warum ist das so? Sie sind doch gebildeter als ihre Vorfahren, die zum überwiegenden Teil noch keine Schulbildung besaßen und dennoch an Leib und Seele gesunde Kinder aufzogen.
Falsch, sagt der Soziologe. Die Eltern früher haben geprügelt und dadurch Untertanen herangezüchtet.
(Ich persönlich (Jahrgang 1929) habe noch Prügel bezogen, vom Vater und vom Lehrer, manchmal gerechtfertigt, manchmal weniger. Aber mein Vater hat mit mir auch Drachen steigen lassen und unser Lehrer konnte auch mal ein Auge zukneifen. So habe ich meine Kindheit insgesamt als eine fröhliche in Erinnerung, trotz der Arbeiten, zu denen wir früh herangezogen wurden – im Frühjahr dienten die Schulferien dem Rübenverziehen, im Herbst dem Kartoffelnsammeln. Aus vielen Biografien und Lebensschilderungen der Älteren übrigens ist Ähnliches zu entnehmen. Und was die Zivilcourage anbelangt, so bin ich sehr im Zweifel, ob es davon heute mehr gibt als früher.- obgleich, wer heute hierzulande für die Freiheit eintritt, nicht mehr sein Leben riskiert.)
Wie dem auch sei, das rechte Maß ist offensichtlich nicht gefunden. Jedes dritte Kind hat Angst, während der Pause auf den Schulhof zu gehen und ein anderes Drittel tobt dort tatsächlich seinen Frust aus.

Das verheißt nichts Gutes. Sollte man nicht doch vielleicht das derzeit Gültige vom Grundsätzlichen her überprüfen? Ist wirklich angezeigt, alles über Bord zu werfen, was ehemals als gut und richtig galt?

War es sinnvoll, sich über die Grundbedürfnisse des Menschen hinwegzusetzen, die Familie zu lähmen, Nachbarschaft aufzuheben, Selbstorganisation zu hemmen, jeden eigenen Antrieb vor einem Wust an Gesetzen sich tot laufen zu lassen?
Unsere Jugend erlebt einen Staat, in dem nichts stimmt. Er erhebt Ansprüche, die er nicht befriedigt. Er verspricht Sicherheit, aber auf seinen Straßen lebt nicht nur Oma gefährlich. Er versteht sich als Hort von Recht und Ordnung, aber niemand weiß, was in ihm rechtens ist (die Verwaltungsgerichte und das Verfassungsgericht ertrinken in Klagen), und die Ordnungshüter präsentieren sich immer häufiger mit Helm, Schild und Schlagstock.
Immer mehr Gemeinden in der Welt, auch in Deutschland, nehmen das Nötige selbst in die Hand (gated, intentional, lifeboot-communities). Sie stellen eigene Sicherheitskräfte ein, unterhalten eigene Schulen. In ihnen gibt es keine von den Verhältnissen krank gemachte Menschen.
Wäre es nicht an der Zeit, ja geboten, daß der Staat sich zurückzieht (wie es das Grundgesetz einmal verstohlen vorsah – Artikel 28 (2)) und seine Bürger und die von ihnen gebildeten Gemeinschaften in die Selbständigkeit entläßt?




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