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Die Retter und ihr Werk.


Einige Staaten sind pleite. Großbanken sind zahlungsunfähig. In den USA und Japan stirbt je eine renommierte Lebensversicherungsgesellschaft.

Was ist geschehen?
Die USA unter George W. Bush zogen in den Krieg. Das kostete Geld, mehr als der Haushalt hergab. Also machten sie Schulden. Das erzwang, die Steuern zu erhöhen.
Das umlaufende Geld wurde knapp. Das Fed druckte neues. Das brachte die Inflation ins Traben.
Das staatstreue Burreau of Labor and Statistics (BLS) gab für 2007 eine Teuerung (CPI-U) von 2,9 % an. Die nicht nur gefühlte, sondern tatsächliche Geldentwertung (im Wesentlichen die Differenz aus vermehrter Geldmenge M3 und Bruttoinlandsprodukt), berechnet vom Shadow Government Statistics (SGS), betrug jedoch für den gleichen Zeitraum 10,5 %. Für Februar 2008 stellten sich die unterschiedlichen Werte wie folgt dar: CPI-U ca. 4 %, SGS-Alternate CPI ca, 11,8 %.
Als Folge davon wogen für den amerikanischen Bürger die Gehaltserhöhungen die Steuerbelastung und Geldentwertung nicht mehr auf.
Zugleich warf das Fed billiges Geld auf dem Markt. Der Leitzins (US-FED Rate) überschritt selten die Marke von 2,5 %. Das ließ eine Schieflage entstehen zwischen Inflation und Kosten des Geldes.
Getäuscht über die reale Geldentwertung, eingelullt von der beharrlichen Versicherung, daß der Staat - seine Regierung - alles fest im Griff habe und es unentwegt aufwärts gehe sowie angereizt durch billige Kredite, haben die US-Bürger, ohnehin und von jeher nicht abgeneigt, auf Pump zu leben, wahrgenommen, was sich ihnen so verlockend darbot.
Doch die Wirklichkeit holte sie ein. Die tatsächliche Entwicklung um Einkommen und Geld ließ ihre Konsummöglichkeiten schrumpfen. Sie konnten ihre Kredite nicht mehr bedienen.
Den Banken flossen infolgedessen zunehmend Immobilien zu, für die sich in den Versteigerungen (trotz ständig verringerter Preise) keine Käufer fanden. Statt auf flüssigem Kapital sitzen sie nun auf Sachen, die sich nicht zu Geld machen lassen.
Von "faulen Krediten" und "Schrottimmobilien" (Neubauten überwiegend) ist nicht nur in den USA die Rede.
Die Staaten, schuldig an der Misere, geben jetzt vor (und die Presse kolportiert es), das Finanzsystem gerettet zu haben.
Dies wollen sie bewirkt haben, indem sie weiteres Geld auf den Markt werfen.
Das hat zweierlei Folgen:
Da sie das Geld nicht haben, von dem sie so großzügig Gebrauch machen, zahlt die Zeche erneut der kleine Mann. Ihm wird das staatliche Manko vom Gehalt abgeknöpft und er erlebt obendrein, daß die Scheine und Münzen in seinem Beutel zunehmend weiter an Wert verlieren.
Überdies werden die nachrangig Schuldigen, die Bankinhaber, aus der Haftung genommen.
Da es sich hier vorwiegend um Kapitalgesellschaften handelt, müßten, griffe der Staat nicht ein, die Gesellschafter und Aktienbesitzer für das Handeln ihrer Unternehmen geradestehen. Die von diesen gewählten Aufsichtsräte indessen und die von diesen wiederum berufenen Vorstände haben nicht nur versagt, sondern obendrein kräftig in die Kasse gegriffen - was nun ohne die Folgen bleibt, die es haben müßte.

Sodann wollen die Staaten die Überwachung der Banken erweitern und verbessern.
In den meisten Staaten gibt es bereits eine hoheitliche Bankenaufsicht. Sie sollte aufgelöst werden. Denn die Staaten geht es schlicht nichts an, was in den Banken vorgeht. Es sei denn, es würden krimininelle Handlungen begangen (was wohl hie und der Fall war). Doch dafür sind die Staatsanwaltschaften zuständig.
Die Banken sollten, wie alle anderen Marktteilnehmer, frei wirtschaften dürfen. Nur so können sie ihren Zweck optimal erfüllen. Kontrolle behindert unnötig, sie fördert nicht. Obendrein ist sie nutzlos, denn was wirklich in den Bankbüros geschieht, wird ihr stets weitgehend verborgen bleiben.
Und was die Regeln anbelangt, so waren die meisten Gesetzgeber in den letzten Jahren durchaus nicht faul. Gegen weitere Verordnungen, ja gegen Verordnungen insgesamt darf man Bedenken hegen.
Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz, das, so unkonkretisiert, wie es ist, dennoch von jedem auf dem Markt gekannt wird, das des ehrbaren Kaufmanns. Seit Jahrtausenden stellt sich immer wieder die Frage, ob es notwendig oder nützlich ist, diese Norm in Gesetzesform zu gießen. Indessen, jeder, der auf den Markt geht, weiß, daß, wenn er sich auf den schmalen Grat zwischen Gut und Böse begibt, er in Gefahr gerät zu stürzen. Ist es da der Sache dienlich, ein paar Barrieren zu errichten, wohl wissend, daß Schwindelfreie unversehens eine Umgehung finden (unterstützt von eigens darauf angesetzten Wissenschaftlern)?
Der Markt allein straft unerbittlich, wie sich zeigt - wenn man ihn denn ließe -, ohne daß ihm vorgeschrieben wäre, was er strafen soll.
Der Staat hat nun erneut einigen Gratwanderern (großen, die kleinen müssen sehen, wo sie bleiben) vermittelt, daß er sie auffängt, unabhängig davon, was sie auf dem schlüpfrigen Pfad anstellten. Diese Staatsgarantie ist in der Vergangenheit schon mehrfach den Verantwortlichen einiger vom Zusammenbruch bedrohter großer Firmen zuteil geworden (und wird jetzt schon wieder in den Blick genommen).
Man geht wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß die Manager der Multis bei all ihrem Tun in Rechnung stellen, daß der Staat sie nicht fallen läßt, wenn sie zu stürzen drohen.
In den Aufsichtsräten im übrigen sitzen schon seit eh und je auch Politiker. Nachdem der Staat nun gegebenenfalls in großem Stil Aktien aufkaufen will, somit Anspruch auf verstärkte Mitwirkung an der Kontrolle erlangt, werden sich noch mehr Politiker in jenen Gremien tummeln. Daß dies der Sache förderlich sei, wird durch die Erfahrung nicht bestätigt.

Hinzu kommt, daß es auf dem Markt nicht allein um Gut und Böse, sondern in starkem Maß auch um Richtig oder Falsch geht. Schuld und Unschuld richten sich auch danach, ob die Marktsituation richtig erkannt wurde. Nicht allein Ehrlichkeit und Fleiß sind gefragt. Wesentlich sind auch Überblick und Mut. Und da stellt sich nun die Frage, ob die Kontrolleure, Politiker und Beamte, sich als sehr hilfreich erweisen werden, wenn es gilt, die „richtige“ (nachhaltig gewinnbringende) Entscheidung zu treffen.
Viel bedeutender allerdings bei der ganzen Sache ist, daß die Manipulationen der Banker, von denen die Mehrheit seit über hundert Jahren betrieben wird und die nun so sehr in den Vordergrund geschoben werden, für das Entstehen der Krise völlig unerheblich sind.

Denn bei den Wetten, um die es sich dabei überwiegend handelt, lassen die Gewinner und Verlierer die umlaufende Geldmenge und ihren Wert konstant. Es findet eine Umschichtung von Vermögen statt. Dabei spielen Moral und Gerechtigkeit keine Rolle, nicht einmal die Tragfähigkeit des Geschäfts. Gegebenenfalls wird Kapital vernichtet – doch nicht das des kleinen Mannes. Die Ersparnisse der Bürger greift nur der Staat an mit seinen Steuern und der Geldentwertung.
Der Verfall einer Aktie oder der Verlust einer Wette trifft nur den, der sich wissentlich (oder falsch beraten) an der Zockerei beteiligt hat (sich von der Gier hat anstecken lassen). Auf den Geldwert hat das Glücksspiel keinen Einfluß.
Das also, worauf sich die Kontrolle richten soll, ist für die Stabilität des Finanzsystems gänzlich irrelevant. Die nämlich hängt allein davon ab, wie der Staat mit seinem Geldmonopol und seinem Haushalt umgeht.
Die Kaufkraft des Bürgers ist maßgebend. Die aber wird erneut geschmälert.
Der gewählte US-Präsident (sein abgewählter Gegenspieler nicht anders) verspricht, die Steuern senken zu wollen. Bei einem Haushaltsdefizit in der Rekordhöhe von 455 Milliarden Dollar (die aktuellen Finanztransaktionen noch nicht berücksichtigt) ließe sich das realiter nur über eine weitere Erhöhung des Schuldenbergs bewerkstelligen, der bereits die stattliche Höhe von 11 Billionen Dollar aufweist. Es dürfte eine Belastung von 100 Prozent des Bruttosozialprodukts entstehen. Schon jetzt will niemand mehr US-Staatsschuldpapiere haben. China kauft sie auf und dürfte möglicherweise schon fast ein Drittel der US-Schuldtitel halten.
Die hohen Steuern und die Geldentwertung sind der Urgrund der Krise. Zwar gibt es für Häuser und Kraftfahrzeuge durchaus genügend Interessenten, aber nicht genügend Leute, die sich den Kauf leisten können. Hier wird Verzicht geübt, kein freiwilliger.
Die Politiker schieben den Bankern die Schuld an der Misere zu, unterstützt von der Presse und staatsfrommen Ökonomen. Gewiß, die Banken haben sich zu Geschäften verleiten lassen, die (bei realistischer Einschätzung) irgendwann scheitern mußten. Doch den Kollaps haben nicht sie, sondern die geplatzten Kredite der Häuslebauer verursacht, wofür die staatliche Geldpolitik verantwortlich zeichnet. Und die Wirtschaft stagniert nicht, weil einige Banken ihre Zahlungsfähigkeit verloren haben, sondern weil der Normalbürger sich kein neues Auto kaufen kann.
Viele Manipulationen der Banker wären möglicherweise sogar gut gegangen, zumindest nicht so dramatisch verlaufen, wenn die privaten Kreditnehmer ihre Verpflichtungen hätten erfüllen können (An ihrer Bereitschaft, dies zu tun, dürfte es nicht gefehlt haben.).
Die Marktwirtschaft habe versagt, singen Politiker und Mainstream-Medien im Chor. Der Markt indessen verhält sich, wie es ihm geziemt. Wer seine ungeschriebenen Gesetze verletzt, bleibt irgendwann auf der Strecke.

Die Mechanismen des Marktes bewirken, daß stets am Ende überlebt, wer sich korrekt und besonnen verhält, wer Treu und Glauben nicht verletzt und die Nachfrage richtig einschätzt.
Diese Gesetzmäßigkeit wird aus den Angeln gehoben, wenn ein Marktteilnehmer nicht befürchten muß, daß er für Fehleinschätzungen oder Vergehen zur Verantwortung gezogen wird.
Würden die Aktionäre damit rechnen müssen, daß niemand ihr Unternehmen auffängt, wenn es in Konkurs gerät, würden sie vermutlich ihre Aufsichtsräte nach strengeren Kriterien auswählen und von diesen verlangen, daß sie selbst und die geschäftsführenden Angestellten Verträge erhalten, die eine persönliche Haftung vorsehen.
Den Bankern sollen nun einige Wetten und Termingeschäfte verboten werden. Das ist reine Augenwischerei. Regeln sind fruchtbar. Sie vermehren sich rasant. (Das deutsche Recht umfaßt annähernd 300 000 Paragraphen, das europäische steht ihm nicht sehr viel nach.) Doch gesetzliche Einschränkungen haben bisher weder dem Einfallsreichtum des Menschen Schaden zugefügt noch dessen kriminelle Energie behindert (eher angeregt).
Riskante Transaktionen haben einige Banken in den Ruin getrieben. Doch für den Markt, für die Wirtschaft ist das ohne jede Bedeutung. Wenn schlechte Banken die Bühne verlassen, machen die guten um so bessere Geschäfte. Die Staaten lähmen die gesunde Auslese, sie nehmen den tüchtigen Teilnehmern auf dem Markt sonst vorhandene Chancen, sie hemmen Erneuerung und behindern das Aufkommen eines besseren Angebots zu einem günstigeren Preis.
Keine der vormaligen kostspieligen staatlichen Unterstützungsmaßnahmen, nicht die für die Kohlezechen noch die für die Werften, hat langfristig positive Auswirkungen gehabt.
Der Markt hat nicht versagt. Hätte er die nicht tragfähigen (teils wohl auch betrügerischen) Machenschaften der Banker nicht auffliegen lassen dürfen? Daß sie aufgeflogen sind, ist nicht der Politik zu danken. Die hielt still, was kein Vorwurf ist. Sie sollte auch fürderhin darauf vertrauen, daß der Markt sich selbst heilt.
Nicht der Markt schreit nach der Politik. Die da barmen, das sind diejenigen, die gegen die Gesetze des Marktes verstoßen haben und ihre Risiken fürderhin vom Staat abgefedert haben wollen. Doch indem dieser deren Wehklage erhört, setzt er die Vorzüge des Marktes außer Kraft – mit verhängnisvollen Folgen für seine Bürger.
Der Aktionismus der Staaten mithin vergrößert und verschlimmert die Krise. Es sind "toxische" Kredite (Ulrich Beck), die da verabreicht werden.
Der Weltfinanzgipfel im November 2008 sollte die Grundlage legen dafür, daß sich der Zusammenbruch von Banken und Versicherungen nicht wiederholt. Die wahre Ursache kam dort erwartungsgemäß nicht zur Sprache (Selbstkritik ist Sache der Staaten nicht). Statt dessen wurden dirigistische Luftschlösser gebaut. Derweilen dürfte das verstärkte Fortwirken der fatalen staatlichen Geldpolitik demnächst nicht nur den Kollaps weiterer Unternehmen, sondern den einiger weiterer Staaten selbst oder ihrer Währungen gewärtigen lassen.

Man kann doch Banken und Versicherungen nicht einfach pleite gehen lassen, heißt es. Das schmälert doch das Vertrauen. Und die Unternehmen erhielten keine Kredite mehr.
Ob eine beständig und immer schneller sinkende Valuta Vertrauen zu wecken vermag, bleibt abzuwarten.
Und was die Geldausstattung der Unternehmen anbelangt, dafür blieben stets genügend gesunde Banken auf dem Markt (In Deutschland freuen sich die Sparkassen und Genossenschaftsbanken über jeden neuen Kunden. Sie haben außerdem just viel neues Geld in die Kassen gekriegt).
Beliebig vermehrtes (wertloses) Geld fördert die zu recht beklagte Manipulation mit ihm. Helfen kann nur eine Währung, die an einen beständigen Sachwert gebunden ist. (Der Gold-Dollar hat in den über hundert Jahren seiner Gültigkeit keinen Deut seines Wertes verloren, der Euro in den ersten fünf Jahren seines Bestehens bereits 50 Prozent.)
Der Leviathan lockt mit falscher Münze. Der staatstreue Bürger geht ihm auf den Leim. Staatswirtschaft ist nicht die Lösung - sie ist das Übel.
Die Freiheit kann grausam sein. Aber sie belohnt Einsatz, Ehrlichkeit und Mut. Letztenendes vermittelt nur sie dauerhaft Arbeit und Brot.

Zusätzlich zu den gigantischen gesellschaftlichen und Umweltproblemen, für die die Politik keine Lösung hat, bürden wir unseren Kindern gewaltige Schuldenmengen auf.
Gnade uns Gott, wenn diese Blase platzt.


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