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Wieviel Volk braucht der Mensch?


Auch wenn China sich zum Dialog mit dem Dalai Lama bereitfinden sollte, eine Einmischung in seine „staatliche Souveränität und territoriale Integrität“ wird es sich verbitten. Den Tibetern und Uiguren winkt alles andere als die Freiheit.

Der georgische Präsident Saakaschwili erklärt: „Wir werden die territoriale Unversehrtheit unseres Landes schützen“. Er warnt vor der Anerkennung der Staaten, die die abtrünnigen Abchasen und Südosseten zu gründen beabsichtigen.
Die Regierung des Sudan läßt auch weiterhin im Darfur unliebsame Mitbürger töten oder vertreiben.
In fast allen Staaten haben wir es seit Jahrzehnten mit unterschiedlichen, eskalierenden Formen der Unzufriedenheit von Volksteilen zu tun, vom stillen Protest über Terroraktionen bis zum offenen Bürgerkrieg. Beendet wurde noch keiner dieser Konflikte.
Die Vereinten Nationen erkennen im Internationalen Pakt über Bürgerliche und Politische Rechte sowie im Internationalen Pakt über Wirtschaftliche, Soziale und Kulturelle Rechte das Selbstbestimmungsrecht für die Vertragsstaaten bindend an. In beiden Pakten heißt es gleichlautend in Artikel I:
„(1) Alle Völker haben das Recht auf Selbstbestimmung. Kraft dieses Rechts entscheiden sie frei über ihren politischen Status und gestalten in Freiheit ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung.“
Doch schon 1970 schränkte der Beschluß ihrer Vollversammlung diese Bestimmung so weit ein, daß sie praktisch als aufgehoben gelten kann:
„Das Selbstbestimmungsrecht darf die territoriale Unversehrtheit und die politische Einheit souveräner Staaten nicht antasten, solange diese Staaten sich dem Grundsatz der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker entsprechend verhalten und dementsprechend über eine Regierung verfügen, die das gesamte zum Gebiet gehörende Volk ohne Unterschied der Rasse, des Glaubens oder der Hautfarbe vertritt.“
Nun mag man im Zeitalter der Globalisierung die Frage stellen, ob das Verlangen nach völkischer Eigenständigkeit noch eine Berechtigung hat. Drängt nicht alles auf eine Einheitskultur, auf eine Einheitssprache hin? Führen nicht die Wanderungsbewegungen und die geforderte Mobilität zwangsläufig zu einer Mischkultur? Lassen sich überhaupt noch ethnische Eigenheiten ausmachen? Ist daher der Anspruch der Staaten gerechtfertigt, alle Bewohner ihres Gebiets, so wie es heute gegeben (international anerkannt) ist, als einheitliches Staatsvolk aufzufassen?

Untrüglich, die Vermassung und Entkulturierung ist vielerorts vorhanden, andernorts weit fortgeschritten. Zweifelhaft indessen ist, ob sie dem Menschen bekommt.

Die Vermischung und Vermassung ruft Verhaltensänderungen hervor. Man spricht gelegentlich auch von gesellschaftlichen Krankheitsphänomenen. Vermehrt treten Depressionen auf (Psychiater haben Hochkonjunktur), die Gewaltneigung nimmt zu, übertriebene Ich-Bezogenheit wird vermerkt, Gleichgültigkeit gegenüber der Gemeinschaft, Moralverachtung.
Könnte es daher sein, was viele Forscher meinen, daß die Entwurzelung Grundbedürfnisse des Menschen verletzt? Gehören möglicherweise Geborgenheit, Selbstachtung, Entscheidungsfreiheit zu den Bedürfnissen, auf die der Mensch nicht verzichten kann, ohne Schaden zu nehmen?
Viele Völker gibt es nicht mehr. Ihre Sprachen verschwinden. Sie lassen sich nicht wiederbeleben. Um so mehr gebührt den noch bestehenden Respekt.

Vor allen Dingen aber sollte das Selbstbestimmungsrecht der Völker, so wie es die UN bei ihrer Gründung verstanden, Vorrecht haben vor dem Bestandsrecht der Staaten. Wenn den Staaten am Wohlbefinden ihrer Bürger gelegen wäre, dann müßten sie bereit sein, ihre Grenzen durch Volksbefragungen festlegen zu lassen.
Die Angst vor Kleinstaaterei ist unbegründet. Wo es sie gab, war sie weder der Kultur noch der Wirtschaft abträglich. Und es herrschte Frieden. Krieg führen stets nur die Großmächte. Und Hunger wird nur in großen Staaten gelitten.
Und ob die UN aus 200 oder 500 Staaten bestünden, macht keinen Unterschied. Denn zum Querschießen neigen wiederum nur die großen Staaten.
Vor allem aber wäre die Selbstbestimmung ein erster Schritt hin zur endgültigen Befriedung und gesellschaftlichen Gesundung, zum Föderalismus.

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