Die Zauberlehrlinge.

Es gab Zeiten und Regionen, in denen das herausgegebene Geld, durch eine Goldreserve gedeckt, ein verlliches Tauschmittel blieb. ber das gesamte 19. Jahrhundert beispielsweise verloren der Dollar und die Mark nichts von ihrem Wert, obgleich in ihm der industrielle Aufschwung einsetzte und das Volksvermgen betrchtlich anwuchs.

Anfang des 20. Jahrhunderts begannen die Staaten, Geld ohne Sachwertdeckung zu prgen. (Sie htten sonst ihre Kriege nicht finanzieren knnen.) Seither leben wir mit Papiergeld und mit Notenbanken, die es drucken.
Von ihrer Notenbank verlangen die Staaten, da sie durch Geldpolitik (Erhhung der Geldmenge, Senkung oder Erhhung der bei ihr zu enrichtenden Kreditzinsen) stimulierend auf den Markt einwirkt.
Ihre stndige Vermehrung indes entwertet die fiskalischen Moneten. So verlor die Deutsche Mark (DM) in den gut 50 Jahren ihres Bestehens annhernd 100 Prozent (offiziell 95 Prozent) ihres Wertes, der Euro () in den ersten 5 Jahren seit seiner Herausgabe bereits 50 Prozent.
Das beliebig vermehrte Geld verleitet zum leichtfertigen Umgang mit ihm. Die Staaten geben mehr Geld aus, als sie einnehmen. Und die Banken verleihen ihr Geld freigiebiger und waghalsiger. Auf die Dauer kann kein Betrieb, kein Unternehmen Leistungen erbringen, die mit einer permanent sinkenden Valuta (Inlands- wie Auslands-) entlohnt werden.
Die Zauberlehrlinge des britischen Lords ( John Maynard Keynes) schpfen immer mehr Tand in ihre Tpfe. Marktwirtschaftlich denkende konomem macht das schaudern. Es kann nicht ausbleiben, da die Tpfe berquellen. Bei dem ersten ist dies jetzt der Fall.
Die Staaten berdecken den Schaden, indem sie weitere Schulden machen. Sie brden die Kosten ihren Brgern auf - durch Inflation und Steuererhhung. Es fragt sich, wielange diese die ungebhrliche Last tragen wollen und knnen.
Vielleicht ist noch Zeit, bevor das System zusammenbricht, den Staaten das Geldmonopol zu entreien. Das wrde dazu fhren, da Privatgeld auf den Markt gelangte, eine Whrung, die sich auf Sachwerte grndet (vorwiegend Edelmetalle). Sie wrde in Konkurrenz zum staatlichen Papiergeld treten und wegen seiner Wertbestndigkeit - die inflationren Lappen vermutlich nach und nach vom Markt drngen.
Die Zulassung brigens von Privatgeld kostete den Staat nichts. Er mte lediglich einen Machtverlust in Kauf nehmen zugunsten seiner Brger, an deren Wohlergehen ihm angeblich so viel liegt.