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Papa, Mama, Mörderkind – titelt die Süddeutsche Zeitung.


Bei der schreibenden Zunft kommt die Familie seit eh und je schlecht weg. In ihr spielen sich Dramen und Tragödien ab. Der Stoff für Weltliteratur.

Marx erfüllte die Familie mit Abscheu und Ekel. Ihm zufolge ist sie ein Ort der Unterdrückung, sowohl der Kinder, als auch der Frau, ein Instrument der herrschenden Klasse, geeignet und genutzt, sich an der Macht zu halten.
Wer angetreten ist, die Macht des Menschen über den Menschen zu brechen, muß alle Menschen auf die gleiche Stufe stellen – auch Mann und Frau. Für den allerdings kann die Herstellung der Gleichheit keine Sache der Humanität sein oder der Mehrung des Glücks, sondern ein kaltes Gebot der Logik.
Ebenso nüchtern ist die aus diesem Gebot sich ergebende Zwangsläufigkeit. Die Kinder müssen frühzeitig, unmittelbar nach der Geburt, von den Eltern getrennt und fortan in Heimen unter gesellschaftlicher Kontrolle großgezogen werden. Denn erstens dürfen Mutter und Vater keine Bindung zum Kind aufbauen. Zweitens darf der zukünftige „totale Mensch“ nicht erst von seinen Eltern verbildet und vorgeprägt werden. Drittens ist nur ein Kollektiv befähigt, dem Kind eine unvoreingenommene Erziehung und eine seinen Anlagen gemäße Ausbildung angedeihen zu lassen. Viertens könnte die Familie, je nach ihrem Stand, ihrem Zusammenhalt und ihrer Fähigkeit, Liebe und Wärme zu vermitteln, einzelnen von Geburt an Vorteile gegenüber weniger Begünstigten verschaffen.Sowie fünftens – und hier liegt des Pudels Kern – können die Autoritäten von Vater und Mutter, seien sie gut- oder bösartig, nicht hingenommen werden, sind sie in einem von personaler Macht zu entblößenden System fehl am Platz.
Konsequenz indes ist der meisten Macher Sache nicht. Selbst vielen Linken ist der ganze Marx zu viel des Guten. Oder man scheut den harten Schnitt, begnügt sich vorerst mit der Erreichung von Teilzielen.
Ministerin von der Leyen will nun zunächst die unter Dreijährigen, also die Ein- und Zweijährigen in die Krippen kriegen. Das ist notwendig, da sind sich alle einig, weil die jobbenden Väter und Mütter ihre lieben Kleinen nur noch des Nachts zu beherbergen vermögen.

Die Familie, wie wir von unseren Dichtern und Denkern wissen, war nie vollkommen. Inzwischen kommt sie vollends aus der Zeit. Ehen halten nicht, Väter verdienen nicht genug, also müssen die Mütter ebenfalls malochen, und ohnehin ist Ehefrau und Mutter kein Beruf, der Selbstverwirklichung abträglich. Da gibt es für die leidig-lieben Ableger nur eine Chance: den Staat.
Kinder sollen, müssen sein. Wer soll die Renten zahlen, die Alten pflegen? Für Frau aber ist die Sache zu unsicher und zu unattraktiv: Bleibt der Vater bei der Stange? Wenn nicht, versorgt er Mutter und Kind wenigstens ausreichend? Gelingt es mir, der Mutter, nach der Babypause beruflich wieder Fuß zu fassen? Ist ein Kind nicht lebenslang ein Klotz am Bein?
Der Staat ist gefordert. Aber die Förderung der Bereitschaft zum Kinderkriegen und die Aufzucht des Nachwuchses kommt teuer. Woher das Geld nehmen?
Die Familie, wenn sie die Sache in die Hand nähme, wäre die erheblich billigere Lösung. Wer aber will sie wiederbeleben? Wer macht die Männer wieder zu Vätern und die Frauen zu Müttern?
Sollte die Familie – trotz allem – nicht nur die billigere, sondern auch die bessere Lösung sein, könnte nur die Gemeindeautonomie helfen.

Es wird tiefreligiöse Gemeinden geben und freisinnige, kapitalistische und kommunistische, lesbische und schwule.
Es ist jedoch ein gewaltiger Unterschied, ob eine Gemeinde sich entschließt, der freien Liebe zu frönen und deren Ergebnis gemeinsam aufzuziehen, oder ob dies ein Staat verfügt oder eine Ideologie für die gesamte Menschheit vorschreibt.
Innerhalb einer Gemeinde, in der alle erwachsenen Mitglieder diese Lebensform gutheißen, kann sie durchaus gelingen, also dazu führen, daß die Kinder zu geistig und seelisch gesunden Menschen heranwachsen.
Als gesellschaftspolitische Vorschrift aber muß sie mißlingen, weil sie dem Wunsch und Wesen vieler Menschen entgegensteht.
Wenn wir fortleben wollen, müssen wir der Bevormundung und Betreuung ein Ende machen.

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