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Schuld und Sühne.


Ein Unschuldiger gerät in die Fänge der Terroristenfahnder.

Bei Dieben und Mördern reagiert der Staat gelassen. Mit ihnen darf sich die dritte Gewalt der Demokratie, die rechtsprechende, beschäftigen. Die Regierung kann sich da geruhsam heraushalten.
Anders bei Staatsfeinden. Da reagiert die Obrigkeit empfindlich. Da ist die Politik gefordert. Da macht auch die staatstragende Presse mobil.

Mit einem Rebellen zu reden allerdings ist unter der Würde eines Regierenden. Es sei denn, dem Aufrührer gelingt es, ihn an den Verhandlungstisch zu bomben. Dann erhalten beide, der Staats- und der Terrorchef den Friedensnobelpreis.
Davor indessen, wie jeder Aufrührer weiß, sind eine Menge Bomben nötig.
Eine herausragende Eigenschaft der Staaten ist ihre Furcht vor dem Verlust ihrer Existenz. Tatsächlich wird der Staat allgemein, manche Staaten im Besonderen, von vielen Seiten angefeindet. Darunter auch von uns. Deshalb haben auch die Menschenrechte gegen ihn keine Chance. Nicht nur Terroristen, auch Demonstranten, Protestler und Klageführende können ein Lied davon singen. Wird der Staat angegriffen, werden die, die von ihm leben, Politiker und Polizisten, richtig böse.

Damit sind wir bei der Folter. Die USA erwägen, die Folter offiziell zuzulassen, wenn dadurch ein Anschlag verhindert werden kann. Das macht Sinn. Und es gibt viele Bürger, die diese Initiative stützen.

Das rührt an die Kernfrage der Gegenwart. Der Staat leitet seine Existenzberechtigung wesentlich davon her, daß er seine Bürger vor Verletzung und Verlust schützt. Dies gelingt ihm, wie die Zeit zeigt, immer weniger. Um Erfolg gegen die Peiniger zu haben, braucht er mehr Befugnisse. Diese aber schränken die Freiheit der Bürger ein – auch die Sicherheit vor ihm, dem Staat. Wir geben ihm immer mehr Gewalt über uns. Das aber tut ihm und uns nicht gut.
Und damit sind wir bei Herrn Kurnaz. Dieser hatte sich entschlossen, das heimatliche Bremen zu verlassen, um ausgerechnet im Afghanistan der Taliban Erbauung zu suchen. Das forderte den Verdacht der dort mittlerweile tätigen Amerikaner heraus, wofür man wohl Verständnis haben muß. Und die Soldaten, ob Amerikaner oder Deutsche, die oft heimtückisch angegriffen werden, behandelten ihn entsprechend. Sanftmut ist nicht gerade das, was jemand, der sich bewußt einem nicht unberechtigten Verdacht aussetzt, erwarten darf.
Nun allerdings muß man den Ermittlern in Guantanamo Respekt zollen, daß sie nach relativ kurzer Zeit erkannten, daß Herr Kurnaz harmlos ist, daß von ihm keine Gefahr ausgeht. Sie hätten ihn daher gern den deutschen Behörden überstellt.
Diesen jedoch stieß erneut die Tatsache auf, daß ein Mann, im gesicherten Bremen lebend, sich ohne Not in das vom Krieg erschütterte Afghanistan begibt. Das hat das Verständnis der deutschen Staatsschützer überfordert. Für diesen Mangel an Nachsicht müssen sie sich nun verantworten.
Was machen die Staaten heute mit uns? Sie leisten nicht, wozu sie da sind. Sie geben keine Sicherheit, erhöhen statt dessen die Gefahren, die uns drohen.
Sie lassen einerseits nicht zu, daß jemand unüberlegt seinen Neigungen nachgeht. Sie bringen andererseits diejenigen, die ihnen dienen, fortwährend in moralische Bedrängnis.
Ist es nicht wirklich an der Zeit, über eine Änderung der Verhältnisse nachzudenken? Es gibt eine bessere Ordnung, wir müssen sie nur wollen.
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