Föderalistische Partei Deutschlands 
Kontakt | Mitglied werden
Startseite FödPD-Logo

Der Mensch ist eine Schildkröte.


Das hat der in Harvard lehrende Soziologe Robert Putnam herausgefunden. In einer Studie, die er jetzt vorgelegt hat („Schildkrötenmentalität und ethnische Diversität“), stellt er fest, daß der Mensch Fremde in seiner unmittelbaren Umgebung nicht erträgt. Der „meltig pot“ funktioniert nicht. Zu diesem Ergebnis kommt Putnam nach umfangreichen Untersuchungen in amerikanischen Gemeinden. Die Effekte seien schlimmer, als er es sich vorgestellt habe. Dies sagt einer, der bisher stets für das Gegenteil, nämlich für Multikultur und Integration eingetreten ist.

Wir Föderalisten wissen das seit langem. Unsere Erkenntnis sei hier noch einmal wiederholt: Jede Gemeinde aus blauen Menschen wird einen einzelnen grünen Menschen ohne Zögern und auch auf Dauer in seiner Mitte willkommen heißen. Dies, weil dieser grüne Mensch sich umgehend in jeder Hinsicht in die Gemeinschaft einpassen wird: Er wird die gesprochene Mundart erlernen, dem angebeteten Gott seine Reverenz erweisen, die gepflogenen Gewohnheiten annehmen und die Feste mitfeiern.
Die Sache wird kritisch – in jeder Gemeinde auf der Welt – wenn ein zweiter grüner Mensch in einer blauen Gemeinde Aufnahme begehrt. Denn einerseits wird nun das Grüne für die Blauen sichtbarer, es setzt die Angst vor Überfremdung ein. Andererseits nimmt die Bereitschaft der beiden Grünen ab, sich vollends in die neue Gemeinschaft einzubringen. Sie lehnen sich aneinander an und versuchen, zumindest einen Teil ihrer grünen Identität zu bewahren.
Vollends aus den Fugen gerät die Sache, wenn ein dritter Grüner in dieser oder auch einer Nachbargemeinde auf den Plan tritt.
Das ist so. Um das zu erkennen, hätte es umständlicher Untersuchungen nicht bedurft. Und keine noch so eindringliche Politik wird an dieser Gegebenheit etwas ändern.
So ist das Falscheste, was die Politik machen kann, Neubürger wie Kuhdung gleichmäßig übers Land zu verteilen.
Die russischen und balkanesischen Fürsten handelten vor Zeiten klüger. Sie wiesen den herbeigerufenen Sachsen und Schwaben geschlossene Siedlungsgebiete zu. Diese blieben dort über Jahrhunderte hinweg, was sie waren. Und niemand störte sich daran. Erst die enthemmte Staatlichkeit machte der Idylle ein Ende.
In vielen Städten und Regionen konnten sich über Jahrtausende hinweg geschlossene Siedlungen von Andersartigen oder Andersdenkenden halten, in Jerusalem jüdische und christliche Gemeinden, koptische Siedlungen in Ägypten, christliche Gemeinden im Libanon, jüdische im Iran.
Es gibt daher nur einen Weg, Ruhe und Frieden im Land zu erzielen: Den Algeriern in Frankreich, den Türken in Deutschland ist zu erlauben, bleiben zu dürfen, was sie sind. Das geht nur in geschlossener Siedlung. Und es verlangt Selbständigkeit. Sie wollen und müssen unter eigenem Recht, mit eigenen Schulen unter eigener Regierung leben dürfen.
An einem rein türkischen Kreuzberg und an zwei schwarzafrikanischen Gemeinden in Neukölln würde kein Berliner Anstoß nehmen. Es würde das Flair dieser Stadt erhöhen, so wie Chinatown den Charme von San Franzisco. Und über die Jahre würden die berliner Türken allmählich immer berlinerischer werden, so wie die deutschsprachigen Siedlungen in den USA inzwischen immer amerikanischer geworden sind.
Integration läßt sich nicht übers Knie brechen. Und sie findet nicht statt, wenn mit Vereinzelung, Zwang und Druck verfahren wird. Das dürfte sich erwiesen haben.
Geborgenheit ist ein unverzichtbares Bedürfnis des Menschen. Das ist hinzunehmen. Ihrer bedürfen die Alteingesessenen ebenso wie die Neuankömmlinge. Und weder die Alt- noch die Neubürger können so mir nichts dir nichts ihre Identität abstreifen. Wie sich Entwurzelung auswirkt, haben wir täglich vor Augen.
Helfen kann auch hier nur der Föderalismus. Gemeinde ist, wer Gemeinde sein will, lautet ein föderalistischer Grundsatz. So muß den Neubürgern erlaubt werden, eigene Gemeinden zu gründen.
Und die Gemeinden benötigen Selbständigkeit, das Recht, nach eigenen Gesetzen leben zu dürfen. Dazu gehört allerdings auch Eigenverantwortlichkeit. Diese veranlaßt, daß die Eigenbrötelei nicht überhand nimmt (Wenn die eigenen Kinder später einen Arbeitsplatz finden sollen, benötigen sie eine entsprechende Bildung und Ausbildung).
Nur das schafft Frieden – und am Ende (wie viele Beispiele zeigen) auch Wohlstand.
Im übrigen setzte der Föderalismus der Migration ein Ende. Die Menschen hätten keine Veranlassung mehr zur Flucht. Sie würden es vorziehen, in ihrer nunmehr ebenso freien und chancenreichen Heimat zu bleiben.

Mitglied werden
Geben Sie sich einen Ruck und lassen Sie einen Ruck durch das Land gehen.
Jeder Kopf und jede Hand wird gebraucht. Werden Sie aktiv als Mitglied der FödPD.
Mitglied werden ->

© Föderalistische Partei Deutschlands 2018 | Impressum