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Die Verselbständigung hat schon begonnen.


Das Bestreben, sich aus dem Staat zu lösen und auf eigene Faust einen Weg durch Gegenwart und Zukunft zu suchen, ist schon jahrzehntealt. Man denke nur an den seit mehr als 35 Jahre existierenden Freistaat Christiania in Kopenhagen.

Im September 1990 machte in New York, in Manhattan, die Jane Street von sich reden. Zum Leidwesen der Bewohner war diese Straße zuvor von Drogenhändlern und Zuhältern mit ihren Flittchen und Freiern vereinnahmt worden. Doch nach der Ermordung eines Mitbürgers entschlossen sich die Bewohner, ihr Geschick in die eigene Hand zu nehmen. Sie sperrten kurzerhand die Zugänge zu ihrer Straße mit Barrikaden und Patrouillen und ließen nur noch passieren, wer zu ihnen gehörte oder ihnen genehm war. Andere Straßen in dieser und anderen Städten sind diesem Beispiel gefolgt.
In Bayern erzeugt zur Zeit Wirbel, daß die Stadt Schweinfurt einen privaten Sicherheitsdienst beauftragt hat, den Vandalismus zu unterbinden. Bei der Auseinandersetzung darüber mit dem bayerischen Innenministerium wurde deutlich, daß einige Umlandgemeinden, wie Niederwerrn, Schwebheim, Gochsheim und Sennfeld, schon seit Jahren eigene „Schwarze Sheriffs“ einsetzen, um der Kriminalität in ihrer Gemeinde Herr zu werden.
Als in den siebziger Jahren die westdeutschen Länder die Gebietsreform durchführten, wehrten sich zahlreiche Gemeinden gegen die staatliche Willkür. In Ermershausen (Unterfranken) zum Beispiel bedurfte es im Mai 1978 des Einsatzes zweier Hundertschaften Polizei, um in einer Überraschungsaktion im Morgengrauen (um 03,45 Uhr) das von den Bürgern verteidigte Rathaus zu stürmen und die Akten in die Zentralgemeinde Marolsweisach zu überführen.
Auch gegen Schulschließungen haben eine ganze Reihe von Gemeinden den Aufstand geprobt.
Mittlerweile veranlaßt ein anderes Problem Gemeinden, die Selbständigkeit zu suchen. Besorgte Wissenschaftler geben es kund und es wird ohnehin jedem deutlicher, daß die Erde die Unbesonnenheit und Unbesorgtheit seiner heutigen Bewohner nicht mehr erträgt.
Eine Bewegung, die diese Erkenntnis vertieft, fußt auf der Peak-Oil-Theorie. Diese besagt, daß die Weltwirtschaft nicht erst zusammenbrechen wird, wenn das Öl und andere Rohstoffe ausgehen, sondern schon dann, wenn die weltweite Ölproduktion ihren Höhepunkt erreicht.
Ganze Gemeinden in den USA ziehen daraus die Folgerung, man müsse sich schon jetzt auf ein Leben nach diesem Zusammenbruch einstellen. Lifeboat Communities, Rettungsbootgemeinden, nennen sie sich.
„Zurück zu den Wurzeln“, lautet eine andere Parole. Öko-Communities verzichten auf alles, was die Umwelt schädigt.
Das Verzeichnis der Fellowship Of Intentional Communities listet gegenwärtig allein in den USA 1172 solcher Gemeinden auf.
Sich innerhalb eines Staates gegen diesen zu wehren, erfordert mehr Mut und ist auch riskanter als das, was wir Föderalisten vorschlagen: Die friedliche Auflösung der Staaten aufgrund einer Mehrheitsentscheidung. Den sich dann bildenden Gemeinden drohte keine Gefahr mehr durch staatliche Gegenmaßnahmen. Daß heute Gemeinden, der Unbill zum Trotz, sich gegen den Staat auflehnen, sich seinen Anordnungen widersetzen, sollte daher sehr zu denken geben.
Gleichwohl ist der Ausstieg der aufmüpfigen Gemeinden letztlich tragisch nutzlos. Denn ihr isoliertes Gegenwirken wird nicht verhindern, daß die Wirtschaft zusammenbricht und die Umwelt stirbt. Um das zu verhüten, wäre nötig, daß alle Gemeinden am gleichen Strang ziehen.

Arnold Schwarzenegger legt jetzt für Kalifornien ein Programm auf, das den Schadstoffausstoß bis 2020 um 25 Prozent auf das Niveau von 1990 senken soll. Das ist für einen Staat der USA beachtenswert, doch in Wahrheit nicht mehr als Augenwischerei. Denn bis dahin ist Grönland tatsächlich ein grünes Land, Bangla Desch im Meer versunken und die Ostküste der USA unbewohnbar, da von verheerenden Hurrikans in rascher Folge heimgesucht.
Die Staaten führen ins Chaos. Das liegt auf der Hand. Sie haben kein Mittel gegen Krieg und Terror – sie erzeugen ihn. Sie haben kein Mittel gegen die Zerstörung der Umwelt und den Klimawandel – beides ist ihrem Wirken zuzuschreiben. Sie haben kein Mittel gegen die Zunahme der Verarmung und der Ungerechtigkeiten – sie fördern sie. Es ist höchste Zeit, ihnen das Handwerk zu legen.
Nur die Selbständigkeit der Gemeinden kann sowohl die Umwelt (das, was von ihr noch übrig ist) retten, als auch allen Menschen die Möglichkeit geben, in Frieden und Würde alt zu werden.
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