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Wie sicher ist die Rente?


Nach dem Krieg entschied unser Staat - und nicht nur dieser - , daß jeder abhängig Beschäftigte für seine spätere Rente eine Vorauszahlung zu leisten habe, deren Höhe er vorschrieb, abhängig vom Arbeitslohn. Anders jedoch, als es der Name sagt, ließ er die Beiträge nicht in eine Versicherung fließen, sondern in einen Fonds, aus dem er die Renten für die nicht mehr Arbeitsfähigen begleicht. Das System also will, daß die gegenwärtig Arbeitenden ohne Umweg die Renten der gegenwärtig Alten und Gebrechlichen zahlen.

„Kinder kriegen die Leute immer“ soll Adenauer Zweiflern am Funktionieren dieses Verfahrens entgegengeschleudert haben. Doch der Erwartung zum Trotz gehen die Geburten zurück und die Alten werden immer älter. Das verträgt das System naturgemäß nicht. Dennoch wird es beibehalten – mit staatlichen Zuschüssen.
Die Sache verhält sich nunmehr so: Will man verhindern, daß die Arbeitenden ständig höhere Beiträge in die Rentenversicherung zahlen, muß der Staat fortlaufend mehr zuschießen. Das belastet den Steuerzahler. Mehr als die Hälfte davon aber sind wiederum Arbeiter und Angestellte. Wenn von ihnen also nicht unaufhörlich steigende Beiträge abverlangt werden sollen, müssen sie mehr Steuern zahlen – oder man senkt die Renten. Auch daran geht kein Weg vorbei. Deshalb erfand man die Riesterrente. Heute warnen die Politiker aller Couleur, jeder müsse zusätzlich selbst für sein Alter vorsorgen, wenn er dann nicht verhundern oder erfrieren will.
Eine Frage nebenbei: Hat der Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung die Chance, den Betrag, den er während seines Arbeitslebens in die Versicherung einzahlt, als Rentner auch wieder herauszubekommen? Die Antwort ist nein. Selbst wenn er lange lebt, bleibt ihm das versagt. Bei dem gegenwärtig Geltenden, das rechnen Fachleute nach, verliert er, wenn er die heutige mittlere Lebenserwartung erreicht, etwa ein Drittel dessen, was er eingezahlt hat.
Ganz anders sieht die Sache aus, wenn der junge Mensch selbst für sein Alter vorsorgen würde. Würde er bei seinem Eintritt ins Erwerbsleben ein von den Banken oder Sparkassen angebotenen langfristigen Sparvertrag abschließen, würde er für den gleichen Betrag, den er monatlich in die Zwangsversicherung einzahlen muß, eine wesentlich höhere Rentenauszahlung erhalten. Experten errechnen zumeist etwa den dreifachen Betrag, die jährliche Inflationsrate bereits abgezogen.
Der Staat indessen geht davon aus, daß seine Bürger sich nicht selbständig für Notfälle und für das Alter absicherten, sondern daß sie ihm zur Last fielen, wenn er sie nicht zur Vorsorge zwänge. Das verhält sich sicher so. Doch daran ist er, der Staat, nicht unschuldig. Er hat seine Bürger dazu erzogen, sich in seine Hand zu geben, ihn für alles verantwortlich zu machen. Er hat sie entwürdigt, entmündigt und enthemmt.
Der Föderalismus befreit den Bürger vom Staat. Er zwingt ihn aber auch in die Eigenverantwortung. Freiheit ohne Verantwortlichkeit wäre in der Tat unerträglich. Wer frei sein will, muß für sein Tun und Lassen die Folgen tragen.
Dennoch, letztlich werden im vollendeten Föderalismus die Gemeinden sicher keinen ihrer Bürger erfrieren oder verhungern lassen. Aber daß es dazu kommt, daß er seinen Mitbürgern zur Last fällt, wird jeder zu vermeiden trachten. Und der von der Gemeinde Unterstützte wird bemüht sein, sich umgehend selbst aus der Not zu befreien, sofern er dazu irgendwie die Möglichkeit hat. Denn sollte er sich auf die Bärenhaut legen, werden seine Nachbarn dafür wenig Verständnis zeigen.

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