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Kann Kontrolle verhindern, daß uns vergammeltes Fleisch in die Pfanne kommt?


Zwei Bauern aus Kleindorf in der Lüneburger Heide verkaufen jeder einen Jungbullen. Sie erzielen dafür den gleichen Preis. Der eine Bulle geht an den Schlachtermeister Amann aus Großdorf. Der andere an einen Viehhändler aus Celle. Dieser verkauft das Rind an eine Großschlachterei in Düsseldorf. Von dieser erwirbt dessen Fleisch der Großhändler Bemann aus Trier. Dieser verkauft es an eine französische Großmarktkette. Im Supermarkt in Lille sodann kommt es billiger auf die Theke als das Fleisch des anderen Bullen in der Schlachterei Amann in Großdorf.

Wie geht das an? Nun, werden Sie sagen, der eine Bulle wurde exklusiv geschlachtet und verarbeitet, der andere in der Masse vermarktet, was allemal billiger ist. Dennoch, der zweite hat immerhin eine Menge kostspieliger Leistungen herausgefordert.
Möglich machen dieses Mißverhältnis die Staaten und ihre Subventionen. Der Handel gehört angekurbelt, denn der schafft Arbeitsplätze. Dem stünde entgegen, wenn in Hannover das Fleisch niedersächsischer Rinder auf den Tisch käme. Die Wirtschaft fördert, wenn die Niedersachsen französisches, italienisches oder polnisches Rindvieh verzehren.
Die Ausweitung des Marktes aber erschwert, daß die Produktion vom Bedarf bestimmt wird. Die Kapazität der Transportunternehmen, der Großschlachthöfe, der Kühlhäuser will ausgelastet werden. Nicht mehr die Nachfrage bestimmt die Produktion, sondern die Leistungsfähigkeit der Vermarkter. Das füllt die Kühlhäuser. Die Vergammelung ist vorprogrammiert.
Kontrolle also soll sicherstellen, daß der Händler sein teuer eingekauftes Fleisch, wenn er es nicht rechtzeitig hat weiterverkaufen können, nach Ablauf eines mehr oder weniger willkürlich festgelegten Verfallsdatums unter Zuzahlung in die Abdeckerei gibt. Dazu muß der Händler sich durchringen. Das müssen wir verlangen. Aber dieses Ausmaß an Selbstüberwindung widerspricht der kaufmännischen Ausbildung, von den allzumenschlichen Neigungen und Gefühlen ganz zu schweigen. Es kann einen Geschäftsmann schon in den Selbstmord treiben.
Wird also Kontrolle je verhindern können, daß ein Händler versucht, sich vor Schaden zu bewahren? Wird man nicht das System überdenken müssen? Wenn Holz von Finnland nach Frankreich transportiert und der daraus gefertigte Stuhl in Griechenland verkauft wird, ist das eine Sache. Es ist auch erträglich, die Stühle eine Weile "auf Lager" zu halten. Das mit lebendem Vieh und verderblichen Lebensmitteln zu vollziehen und zu fördern, eine andere.
Überall gibt es gottlob noch Schlachter/Fleischer/Metzger, die ihr Schlachtvieh in der Umgebung einkaufen und vermarkten. Der Kunde erwirbt sein Kotelett hier etwas teurer als im Supermarkt. Aber er kann es mit ungetrübtem Appetit verzehren.
Und für den kurzen Weg braucht es keinen Staat. Ihm danken wir, daß unsere Steuergelder in die Produktion von Gammelfleisch fließen, mehr LKW unsere Straßen belasten und durch den Transport gestreßtes Schlachtvieh vor die Keulen kommt.

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