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Schalom – Friede für Israel.


Macht und Gewalt, die Plattform der Staaten. Mit Bomben und Panzern will auch Israel seinen Bestand, den Frieden erzwingen.

Betrachten wir den Sachverhalt von vorn. Die Juden haben sich Land genommen, ein Gebiet erobert, die dort ansässigen Bewohner vertrieben. Das war üblich in der Welt. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrtausends handhabten dies die Europäer in großem Stil. Amerika, Australien, große Teile Afrikas nahmen sie in Besitz. Auf die Urbevölkerung wurde keine Rücksicht genommen, viele Völker ausgerottet. Das blieb ungestraft, führte im Lauf der Zeit sogar zu hinlänglich stabilen Verhältnissen.
Warum gilt das nicht für Israel? Die Krux ist, daß die Palästinenser keine Indianer, Neger oder Aborigines sind. Diese ließen sich zwar auch nicht widerspruchslos vertreiben oder vernichten. Doch sie wurden von der Wucht und Übermacht der Neuankömmlinge überrollt. Übermacht vertrieb auch die Palästinenser. Aber es gelang nicht, sie so zu dezimieren, daß ihnen nichts anderes übrig blieb, als sich in ihr Schicksal zu fügen. Außerdem waren und sind sie den Aggressoren zivilisatorisch nicht im gleichen Maß unterlegen wie jene und obendrein ethnisch und religiös eingebunden in eine große lebende Gemeinschaft.
Daher rührt, daß Israel mehr als jeder andere Staat um seinen Bestand fürchten muß. Es bestimmt seine Politik. Israel ist verteidigungswillig und hochgerüstet wie kein anderer Staat. Und es verschanzt sich hinter Pufferzonen und hohen Mauern.
Doch jeder weiß – und Israels Regierung weiß das auch -, daß Militär und Mauern dauerhaft den Bestand nicht sichern. Was bietet Israel an? Einen Palästinenser-Staat, der den Gaza-Streifen und das Westjordanland umfaßt – allerdings mit isrealischen Einsprengseln, über deren Zahl und Größe noch zu entscheiden ist. Und tatsächlich scheint es Palästinenser zu geben, die sich mit einer solchen Lösung um des lieben Friedens willen abfinden. Bei der Mehrheit dieses Volkes aber, wie die jüngsten Wahlen beweisen, findet sie keinen Gefallen.
Man muß sich das einmal vor Augen führen: Einen zweigeteilten überfüllten Staat mit mehreren umzäunten fremden Enklaven als steten Stachel im Fleische. Dazu bleibende Flüchtlingslager in den Nachbarstaaten. Sieht das nach einer dauerhaften Friedenslösung aus?
An Politikzielen wie diesen wird der Widersinn des Etatismus, des Staatsglaubens, besonders deutlich. Gäbe es den Staat Israel nicht, würde auch kein Staat Palästina benötigt. Es gäbe keine Staatsgrenzen, keine Regierungen, keine Armeen. Statt dessen gäbe es jüdische und arabische Gemeinden, die durcheinander übers Land verteilt geruhsam ihren Geschäften nachgingen – wie dies jahrhunderte lang unter anderen Herrschern der Fall war.
Die Juden, im ersten Jahrhundert aus ihrer Heimat vertrieben (die sie ein Jahrtausend zuvor unter Moses in Besitz genommen hatten), hätten die letzten zwei Jahrtausende wahrscheinlich nicht überlebt (nicht als Volk mit ihrem einzigartigen Glauben), wenn sie nicht bestrebt gewesen wären, in geschlossenen kleinen Gruppen innerhalb ihrer Gastvölker ihre Eigenart zu bewahren. Sie wurden nicht in Ghettos gezwungen, sondern sie verlangten danach, weil sie nur in geschlossener Siedlung ihre „Orthopraxie“ (Beschneidung, Speisevorschriften, Sabbatfeier, rituelle Bäder usw.) pflegen konnten.
Heute gibt es Juden von dieser und von jener Art, orthodoxe und weniger gehorsame (eine Tatsache, die den Staat Israel von innen in Bedrängnis bringt). Sie und ihre moslemischen und christlichen Nachbarn werden nur ihre unterschiedlichen Lebensziele verwirklichen und in Frieden leben können, wenn sie die Staaten mit ihren altbackenen Ansprüchen auf den Müllhaufen der Geschichte werfen und sich in selbständigen, selbstzufriedenen Gemeinden einen Weg in die Zukunft suchen.

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