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Streik ade?


Streik war ein geeignetes Mittel, Arbeiterinteressen durchzusetzen, so lange ein Produktionsstillstand den Unternehmen weh tat. In einer Zeit jedoch, in der der bestreikte Betrieb Absatzschwierigkeiten hat, zudem die unverkäuflichen Produkte teuer lagern muß, kann ihm jeder Tag, an dem die Bänder kostenfrei stillstehen, mitunter sogar hoch willkommen sein.

Nun ist es aber durchaus nicht so, daß die Unternehmen ihren Arbeitern dafür Dank wissen. Schließlich hatten sie mit ihrem Streik ja auch nicht im Sinn, ihrem Unternehmen eine Wohltat zu erweisen. Sie wollten Druck ausüben, eine Leistung erpressen. Aus der Sicht des Unternehmens stellen sie sich als uneinsichtig dar gegenüber den Erfordernissen, dem dieses unterliegt. Kann es da verwundern, wenn die Unternehmensleitung Überlegungen anstellt, wie man die uneinsichtigen Beschäftigten gegen willfährigere austauschen kann? Streik zu Unzeit also fördert die Abwanderung von Betrieben ins Ausland.

Was aber kann man tun, um die Arbeitsplätze im Inland zu halten? Auf dem globalisierten Markt kann sich nur ein Unternehmen halten, dessen Leitung fortwährend die aufgrund stichhaltiger Markterforschung notwendigen Maßnahmen ergreift und deren Beschäftigte mit ihr an einem Strang ziehen. Das indessen funktioniert nur, wenn die Leitung die Beschäftigten fortlaufend über den Stand der Dinge wahrheitsgemäß informiert. Und muß der Gürtel enger geschnallt werden, müssen die (daran zumeist nicht ganz schuldlosen) Manager bereit sein, einen deutlich höheren Gehaltsverzicht zu leisten, als sie ihn von ihren Beschäftigten verlangen. Diese Bereitschft hinwiederum - und hier kommt der föderalistische Ansatz ins Spiel - ist in kleinen Betrieben eher zu erzielen als in großen, bei Porsche eher als bei General Motors.

Jedoch muß man realistisch bleiben. Hinsichtlich der Gehaltsentwicklung können sich Deutsche Arbeitnehmehr nur begrenzt der ausländischen Konkurrenz anpassen, denn für den Durchschnittslohn eines polnischen Arbeiters ist in Deutschland nicht einmal die Monatsmiete einer kleinen Einzimmerwohnung zu bezahlen. Um so wichtiger ist es, hinsichtlich anderer wichtiger standortrelevanter Eigenschaften zu punkten. Im wesentlichen zählen dazu die auch auf lange Sicht hohe Verfügbarkeit gut ausgebildeter und motivierter Arbeitskräfte sowie möglichst hohe Stabilität hinsichtlich der Steuer-, Lohn-, Neben- und Energiekosten. In nahezu jedem dieser Punkte weist der Standort Deutschland jedoch derzeit wesentliche Defizite auf. Für Handel und Industrie ist es von größter Bedeutung zu wissen, wann z.B. die Maut kommt und womit der Finanzminister als nächstes versucht, die Löcher im Staatshaushalt zu stopfen. Doch den Verantwortlichkeiten, die dem Staat obliegen und die er selbst nicht aus der Hand geben will, scheint er nicht mehr gewachsen. Der daraus resultierende Reformpoker ist alles andere als förderlich, um den Standort Deutschland als geeignetes Investitionsziel erscheinen zu lassen.

Von der Dezentralisierung der Verwaltung und der Gesetzgebung, die der Föderalismus mit sich bringt, pofitiert hingegen auch die Industrie. In einem überschaubaren und damit strukturell meist weitgehend homogenem Gebiet lässt sich geänderten Voraussetzungen schneller und wirksamer begegnen. Dies fördert die Stabilität, die die Wirtschaft zur Planungssicherheit dringend braucht.

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